Avenida de los Volcanes in Ecuador 2009
Unsere Exkursion auf der "Straße der Vulkane" in Ecuador vom 02.08.2009 bis 19.08.2009
Sonntag, 02. August 2009
Um 02:45 Uhr klingelte der Wecker und die kurze Nacht war beendet! Die letzten Vorbereitungen für den 14-stündigen Flug mussten noch gemacht werden, um anschließend alle Reisetaschen und Rucksäcke ins Auto zu packen.
Unser Flug ging um 07:50 Uhr ab Düsseldorf. Da es keinen Direktflug nach Quito gibt, hatten wir einen Zwischenstopp um 10:20 Uhr in Madrid. Von dort ging es um 12 Uhr weiter nach Quito (2.830 m), wo wir um 17:10 Uhr Ortszeit landeten. Wir wurden freundlich von unserem Reiseleiter Roeland van Lede begrüßt und mit dem Bus direkt in das Hotel Sierre Madre ins "Gringoviertel" von Quito gebracht.
Um 02:45 Uhr klingelte der Wecker und die kurze Nacht war beendet! Die letzten Vorbereitungen für den 14-stündigen Flug mussten noch gemacht werden, um anschließend alle Reisetaschen und Rucksäcke ins Auto zu packen.
Unser Flug ging um 07:50 Uhr ab Düsseldorf. Da es keinen Direktflug nach Quito gibt, hatten wir einen Zwischenstopp um 10:20 Uhr in Madrid. Von dort ging es um 12 Uhr weiter nach Quito (2.830 m), wo wir um 17:10 Uhr Ortszeit landeten. Wir wurden freundlich von unserem Reiseleiter Roeland van Lede begrüßt und mit dem Bus direkt in das Hotel Sierre Madre ins "Gringoviertel" von Quito gebracht.
am Flughafen in Quito
Nach dem wir die Zimmer bezogen hatten und uns frisch gemacht hatten, führte uns Roeland in ein typisches ecuadorianisches Restaurant "Mama Clorinda". Mit Vorsicht gingen wir an diese erste Mahlzeit und bestellten erst einmal Hühnchen mit Reis & Gemüse. Welche Vielfalt die ecuadorianische Küche zu bieten hat, durften wir in den darauf folgenden Wochen probieren.
Hotel Sierra Madre
Hotelzimmer
Nach diesem tollen ersten Abend und der langen Anreise fielen wir recht schnell müde ins Bett. Ein merkbarer Unterschied der hinzu kam war, dass es bereits schon um 18:30 Uhr dunkel wurde.
Montag, 03. August 2009
Wer jetzt denkt, dass wir im Urlaub ausschlafen konnten, hat sich getäuscht! Der Tag begann mit einem 8 Uhr-Frühstück, welches im nachhinein betrachtet zu einem "späten" Frühstück zählte. Begleitet von Roeland fuhren wir mit dem Bus durch Quito zu unserem ersten Reiseziel dem kleinen Vulkankegel "El Panecillo".
El Panecillo
Blick auf Quito
Von dort hatten wir einen fantastischen Blick über die Stadt. Leider blieb uns ein Blick auf den Cotopaxi verwehrt, angesichts der Wolken. In der Altstad besuchten wir die Plazas de la Independencia, Santo Domingo und San Francisco. Am Plaza Grande bekamen wir sogar die Gelegenheit auf den Staatspräsidenten Rafael Correa zu treffen. Just zu diesem Zeitpunkt hatte er einen Auftritt an der Plaza Grande. Abgesichert wurde dieser Auftritt von der berittenen Polizei und von Spähern auf dem Dach des Gebäudes.
Staatspräsident Rafael Correa
Zum Mittagessen fuhren wir zum Äquator, wo wir zur Feier dieses besonderen Ereignisses unser erstes Steak genossen haben. Bei herrlichem Sonnenschein und doch sehr warmen Temperaturen konnten wir noch ein paar schöne Aufnahmen von der Umgebung machen. Am Nachmittag tätigten wir unsere ersten Einkäufe und organisierten unser Abendessen auf der Dachterrasse des Hotels. Ecuadorianer mögen eher süßes Brot, so dass wir unsere Schinkenbrötchen mit Honig- und Anisgeschmack essen mussten. Ein Geschmack, der gewöhnungsbedürftig ist und auf den wir gerne verzichten können.
Am Äquator
Dienstag, 04. August 2009
Am nächsten Morgen brachte Roeland eine Kollegin von der Vor-Ort Agentur Explorandes mit. Pastora wollte uns in den kommenden beiden Akklimatisationstagen begleiten. Unsere erste Tour sollte zum Pasochoa (4.200 m) gehen.
Der Ausgangspunkt war Guendina (3.280 m) und führte uns durch Páramo – eine typische Andenlandschaft – zur Caldera des Pasochoa. Diese Wanderung stellte sich bald als recht mühselig für uns heraus. Nicht nur unsere neuen, Plastikschuhe machten uns Probleme, nein, sondern auch die Höhe! Quito ist eben doch etwas anderes, als das schweizerische Saas Grund (ca. 1.500 m). Der einzige Unterschied war, dass es keinen Schnee bis zum Gipfel gab. Ansonsten trotteten wir weit hinter der Gesamttruppe her. Natürlich wollten wir persönliche Fehler (zu schnelles Bergaufgehen) vermeiden, welche vermutlich auch dazu beitrugen, dass wir vor ca. 1 ½ Jahren den Kilimanjaro (5.894 m) nicht geschafft haben. Es war ein Kampf mit uns selbst, der uns anfänglich sehr zu schaffen machte.
Das Ziel unserer Reise sollte die Besteigung des höchsten Berg Ecuadors, der Chimborazo (6.310 m), sein. Jedoch der Weg bis dahin sollte noch einige Nerven und Kopfschmerzen kosten. Eine sonnige Rast am Gipfel stärkte uns für den Abstieg, welchen wir im gewohnten Tempo zurücklegen konnten.
Hacienda Machachi
Gipfel Pasachoa (4.200m)
Entlohnt wurden wir mit einer warmen Dusche und einem tollen Essen in einer Hacienda in der Nähe von Machachi. Als "Entrada" gab es zumeist eine Suppe, diesmal war es eine von Tomaten mit Koriander. Koriander kommt sehr häufig in der Küche Ecuadors vor. Als "comida principal" gab es Hähnchen mit Kartoffeln und Gemüse. Abgerundet wurde das Menü mit einem Zitronenkuchen. Der Rest des Tages galt unserer Erholung.
Mittwoch, 05. August 2009
Zum ersten Mal in diesem Urlaub gab es Frühstück noch vor 8 Uhr. Gestärkt tapsten wir, diesmal in Turnschuhen, um 6:30 Uhr zum Vorgipfel des El Corazóns in eine Höhe von rund 4.500 m los.
Es ging für uns zwar immer noch langsam, aber schon wesentlich angenehmer als mit den "Klötzen" am Fuß. Zwischendurch blieb uns noch nichts anderes übrig als eine Kopfschmerztablette zu nehmen. Dadurch wurde die Wanderung erträglich und als die Sonne heraus kam doch recht schön, trotz des vielen Staubes, der auf dem Weg lag.
Der einzigen Person, der es noch schlechter als uns ging, war Pastora, sie hatte mit Übelkeit zu kämpfen. So musste sie frühzeitig den Aufstieg beenden und wartete etwas unterhalb auf uns. Nach dem wir ¼ des Abstieges abgeschlossen hatten, breiteten wir unser hochgeschlepptes Picknickproviant aus. Auf einer Decke serviert gab es frisch von Roeland zubereitet, Tomaten, Paprika, Zwiebeln, Käse, Wurst, Schinken und Toastbrot. Nach einem gemütlichen Lunch starteten wir den Abstieg.
Picknick
Weg zum El Corazón
Als wir wieder an unserer Hacienda waren, gab es erst mal ein ausgedehntes Fußbad. Unsere Füße waren so mit Staub und Dreck bedeckt, dass eine Dusche ohne "Vorwäsche" nicht ausreichend gewesen wäre. Frisch und erholt fanden wir uns am Tisch der Hacienda ein und genossen die tolle Küche. Diesmal gab es frittierte Shrimps und einen Begrüßungstrunk. Als Hauptgericht wurde Steak mit Zucchini an Kartoffelstampf serviert und zum Abschluss gab es Papayamus.
Unser erstes großes Ziel rückte nun immer näher! Dies sollte unsere letzte Nacht in einer Hacienda sein, denn für die kommenden zwei Nächte war der Schlafsack unser Bett.
Donnerstag, 06. August 2009
Nicht ganz so früh wie am Vortag packten wir unsere Habseligkeiten und fuhren mit dem Bus auf der "Straße der Vulkane" in Richtung Süden.
Über eine Schotterstraße mit Bachbett und jeder Menge Hubel fuhr uns der Reisebus zu unserem Ausgangspunkt (3.400 m) am Fuße der Illinizas (Norte und Sur). Unser Busfahrer Galo fuhr wieder zurück nach Machachi und holte uns erst am Samstag von dort wieder ab. Nach dem der Bus weg war, machten wir uns mit unserem Tagesgepäck, - der Rest wurde per Jeep an unser Zeltlager gebracht, auf den Weg zu unserem Lagerplatz (3.860 m) "La Virgen". Wir konnten gerade noch unsere Zelte beziehen und uns im Küchenzelt zum Lunch breit machen, als es zu regnen begann. Der Regen sollte auch so schnell nicht wieder aufhören, so dass unser geplanter Akklimatisationsspaziergang förmlich ins Wasser fiel.
Lagerplatz La Virgen (3.860m)
Nach einem Lunch aus Suppe, Hähnchen & Maiskörnern und Wassermelone war es auch nicht schwer sich in die Zelte zu begeben und zu schlafen. Die Höhenanpassung war zu diesem Zeitpunkt noch immer nicht vollständig erfolgt.
Am Abend stellte uns Roeland unsere Bergführer Washington, Segundo und Marcos vor, die uns zum Illinzia Norte führen sollten. Nach einem weiteren tollen Essen, abermals mit Suppe, Steak mit Reis und gekochten Erdbeeren schlüpften wir in die Schlafsäcke. Denn die Nacht sollte kurz werden.
Freitag, 07. August 2009
Meine geliehene Uhr piepste um 02:45 Uhr und mit einem "es geht los Barbie", weckte ich mein Schwesterherz. Wir zogen unsere warmen Unterhemden an und setzten uns in unseren dicken Jacken ins Frühstückszelt. Dort empfing uns ein außergewöhnliches (in der Höhe), wohlschmeckendes und nahrhaftes Frühstück. Es wurde an nichts gespart! Frisches Obst, Joghurt, Müsli, Toast, Marmelade, Kaffee, Kakao und Tee gaben uns die Kraft für den Berg.
Um etwa 04:00 Uhr machten wir uns auf den Weg um unseren Höhenrekord vom Montblanc (4.808 m) zu verbessern. Der angepeilte Illiniza Norte liegt immerhin bei 5.126 m, was für den Anfang reichen sollte. Anfangs ging es recht lange über Wiesenpfade und Schotterwege bis zur der Schutzhütte Nuebes Horizontes (4.740 m). Diese befindet sich zwischen den beiden Illinizas. Bis dorthin mussten wir beide eine Ibuprofen Tablette nehmen, um die Kopfschmerzen zu reduzieren. Mit Erfolg! In der Hütte machten wir eine kurze Pause mit Tee, dem erhaltenen Proviant sprich Brote, Schokoriegel und Nüssen. Mit neuer Kraft setzten wir die Besteigung fort.
Auf dem Weg zur Illiniza Norte (5.126m)
Die letzten 400 Höhenmeter sollten mit etwas mehr Kletterei überwunden werden. Je höher wir kamen, um so mehr brauste uns der Wind um die Ohren. Dank unserer tollen Quechua Jacken, welche wirklich warm sind, konnte uns das Wetter nichts anhaben. Allerdings machte uns der starke Wind bei etwa 4.900 m ein Strich durch die Rechnung. Die Bergführer entschieden sich dazu, nicht weiter zu gehen und so kehrten wir leider kurz vorm Gipfel wieder um, aber immerhin mit neuem Höhenrekord!
Erneut an der Hütte angekommen machten wir wieder eine Pause und tranken Tee. Von der Hütte bis zum Zeltplatz benötigten wir dann noch mal weitere 2 Stunden. Fast im Schweinsgalopp "rannten" Barbara und ich mit Marcos den Berg hinunter. Mit einem Rückblick zum Gipfel, der sich nun in strahlendem Sonnenschein zeigte, war es schon sehr bedauerlich, dass wir umkehren mussten.
Empfangen wurden wir von Roeland und dem Küchenpersonal mit heißer Avocadosuppe und Reisfleisch. Die kurze Nacht machte sich bemerkbar und wir zogen es vor, in die Zelte zum Schlafen zu verschwinden. Am Abend gab es wieder ein gemeinsames Essen im Zelt, diesmal hatten wir die Ehre von unserem Reiseleiter bekocht zu werden. Er servierte uns eine Suppe und danach Gulasch mit Nudeln. Unsere letzte Nacht im Zelt war wieder angenehm, fast wie im eigenen Bett.
Illiniza Norte und Sur bei Nacht
Samstag, 08. August 2009
Der Morgen im Zeltlager "La Virgen" begann mit Taschen und Rucksäcke packen. Heute wollten wir wieder zum Ausgangspunkt absteigen und keinen weiteren Versuch zum Illiniza starten. In einer Diskussion wurde am Vorabend ein neuer Versuch einstimmig abgelehnt, obwohl das Wetter für diesen Tag besser sein sollte. Unser Bus brachte uns zum Cotopaxi-Nationalpark der zum Schutz der Páramo-Vegetation eingerichtet wurde. Auf den Weg dorthin konnten wir sogar einen Condor am Himmel erblicken, der seine Kurven zog. Die Mittagszeit verbrachten wir in einer kleinen Hacienda, die uns erstmals den Blick zum Cotopaxi freigab. Von der Hacienda aus wanderten wir bis nach Tambopaxi, wo wir am frühen Abend eintrafen.
Hütte Tambopaxi (3.720m)
Das Akklimatisationszentrum Tambopaxi (3.720 m) am Rande des Cotopaxi-Nationalparks sollte für die beiden folgenden Nächte unser Lager sein. Die Lage der Hütte, fast direkt am Fuße des Cotopaxi, ermöglichte uns einen direkten Blick auf den Schneevulkan. Am frühen Abend erreichten wir die Hütte.
In der Hütte teilten wir uns auf zwei Lager auf und genossen eine warme Dusche, was sonst ganz ungewöhnlich für diese Höhe ist. Zum Abendessen gab es statt dem Mittagssteak ein Putensteak mit Nudeln und Tomatensoße. Als Nachtisch servierten uns die Hüttenbesitzer einen Kuchen. Im Mehrbettzimmer war es trotz sieben Leuten und dank der Ohropax ruhig.
Sonntag, 09. August 2009
Der Sonntag fing mit einem "späten" Frühstück ca. 08:30 Uhr an. Allerdings waren wir damit schon fast die Letzten. Andere Gruppen wurden gerade fertig oder befanden sich schon auf der Zielgeraden! Auch hier gab es nichts zu beanstanden, es gab wie meistens einen frisch gepressten Saft, Obst, Toastbrot, Müsli, Joghurt und natürlich Kaffe und Tee.
Ein kleiner Spaziergang im Umland der Hütte sollte unserer Akklimatisation den Feinschliff geben. Entlang der kleinen Hügel und an Wildpferden und kleinen Skorpionen vorbei führte uns Roeland zur Quelle des Rio XXXX, wo wir unser Lunchpaket verzehrten.
Ein paar Pferderippen und letztlich ein komplettes Pferdeskelett machten unseren Spaziergang zu einem Highlight, auch wenn der Pferdekopf später im Nachtlager noch mal für Aufregung sorgte! Die Skorpione blieben dennoch an Ort und Stelle und verkrochen sich nicht im Schlafsack. Um uns noch besser an die Höhe zu gewöhnen, verbrachten wir eine weitere Nacht in Tambopaxi.
Quelle
Pferdesklett
Ich weiß nicht, woran es lag, aber in dieser Nacht ging es meinem Magen gar nicht gut. Mir war übel, und ich war froh als es wieder Tag wurde.
Montag, 10. August 2009
Leider fing der Tag ähnlich übel an wie er zuvor aufgehört hatte. Ich dachte schon, dass ich die Höhenkrankheit bekommen würde und meine Tour abbrechen müsse.
Nach dem Frühstück stand Galo schon mit dem Bus bereit um uns von Tambopaxi hinauf zum Parkplatz unterhalb der José Ribas-Hütte in ca. 4.5000 m Höhe zu bringen. Die Fahrt dorthin wurde ein Abenteuer. Nicht nur, dass wir lernten wie schief (fast waagerecht) ein Bus stehen bzw. fahren kann, nein, wir konnten auch die Hilfsbereitschaft der Ecuadorianer kennen lernen. Wenn ich von Bus schreibe meine ich immerhin einen Kleinreisebus mit etwa 20 Sitzplätzen! In der letzten Serpentine zum Parkplatz hin blieben wir im tiefen Sand stecken. Verursacht wurde dies vermutlich von den Inlandtouristen des Vortags, die mit ihren eigenen PKW’s (keine Jeeps!) versuchten sich einen Weg zum Parkplatz zu bahnen.
Busfahrt zur José Ribas Hütte
Nun war guter Rat teuer, von oben kamen die Autos, die hinunter wollten und hinter uns eine Riesenschlange, die alle zum Parkplatz wollten. Erst einmal haben wir alle hochfahrenden und hinunter fahrenden Autos vorbei gelassen. Nach dem wir feststellen mussten, dass Gewichtsverlagerungen im Bus, frei graben der Räder u. ä. Spielchen nichts halfen, mussten wir alle aussteigen. Erneut wurden die Räder mit Steinen unterstützt und die ganze Mannschaft hing sich an den Bus und schob den Bus soweit frei, dass er problemlos die Rückfahrt antreten konnte. Mit all unserem Gepäck, was diesmal mehr als nur unser Tagesgepäck beinhaltete, marschierten wir in Richtung José Ribas-Hütte los. Wir entschieden uns für die Serpentinen zum Aufstieg, anstatt schnurstracks herauf. Eine volle Stunde kämpften wir mit und gegen den Wind.
Gegen Nachmittag absolvierten wir noch ein Gletschertraining mit den Bergführern. Ursprünglich sollte dies auch am Rande des Gletschers durchgeführt werden, was aber aufgrund des unbeständigen Wetters neben der Hütte abgewickelt wurde. Am Abend ging es nach einem frühzeitigen Mahl, Quinosuppe und Spaghetti Bolognese auch zeitig zu Bett, um wenigstens noch ein paar weitere Stunden Ruhe/Schlaf zu bekommen.
Vogelperspektive der José Ribas Hütte
Dienstag, 11. August 2009
Nach einer kurzen Nacht wurden wir um 23.45 Uhr wieder geweckt. Im Hand umdrehen waren wir angezogen und saßen am "Frühstückstisch". Naja, von Hunger kann man nicht reden, aber ohne Energie läuft der Motor nicht so gut. Bevor wir losgingen, legten wir noch unsere Klettergurte an, um Zeit beim Gletscherbeginn zu sparen. Etwas verspätet machte sich unsere Gruppe dann auf den Weg. Es war windig, aber nicht zu kalt. Zumindest brauchten wir unsere Daunenjacke noch nicht.
Der Cotopaxi ist einer der höchsten aktiven Vulkane der Erde und zweithöchster Berg Ecuadors (5.897m). Bei normalen Verhältnissen ist der Aufstieg technisch nicht so schwierig, jedoch lang und anstrengend. Nach einer guten Stunde erreichten wir die Gletschergrenze, die bei etwa 5.000m liegt. Dort zogen wir die Steigeisen an und unser Bergführer Rául legte das Mannschaftsseil bei uns an. Über mehrere Aufschwünge zog sich unser Weg in langsamem Tempo am Krateraufbau vorbei. Leider verschlechterten sich die Sichtverhältnisse je höher wir kamen.
Etwa 200 Höhenmeter unter dem Gipfel kam uns schon eine Seilschaft unserer Gruppe entgegen. Die Gruppe war umgekehrt, da es einer Person nicht so gut ging. Ab da ging es dann auch sehr steil weiter, so dass das Tempo nicht erhöht werden konnte, um die Kopfschmerzen nicht zu verschlimmern. Als es nur noch 100 Höhenmeter waren, kam uns schon die erste Seilmannschaft unserer Gruppe entgegen, die den Gipfel erreicht hatte. Von da an waren wir auch zuversichtlich, dass wir das letzte Stück noch schafften. Zweifel hatten wir nur anfangs, aufgrund der Höhenanpassung (Kopfschmerzen), die wir in den ersten Tagen wieder zu spüren bekommen hatten. Außerdem waren die Wetterverhältnisse schon extrem!
Mittlerweile hatten unsere Rucksäcke und Kleidungsstücke dicke Eisschichten, so dass sich auch meine Stirnlampe nicht mehr ausschalten ließ. Um kurz nach halb sieben erreichten wir nach gut 5 ¼ Stunden den Gipfel des Cotopaxi. Die Aussicht war leider sehr gering. Überall Wolken und Nebel. Ein Blick in den Krater blieb uns daher verwehrt. Unser Vater machte schnell ein paar Fotos, bevor die Kamera ganz einfror.
Auf dem Gipfel des Cotopaxis
© by Jens / Picasa Web Albums
Das wäre der Ausblick gewesen
Das wäre der Ausblick gewesen
Danach ging es relativ schnell wieder bergab zur José Ribas Hütte, die wir um 8.45 Uhr erreichten. Dort bekamen wir eine warme Suppe serviert. Insgesamt waren sechs Personen hochgekommen, wobei wir noch unter der Stundenanzahl waren, die im Informationsheft stand, welches wir vor unserer Reise bekommen hatten (6-8 Stunden Aufstieg)! Es war eine neue Erfahrung, dass wir auch unter solchen Bedingungen einen Gipfel erreichen können, was uns auch Zuversicht für die Chimborazo Besteigung gab.
Zwei Stunden später saßen wir auch schon alle wieder im Bus Richtung Lasso, ein Dorf auf dem Weg nach Baños. In der Hacienda "La Cienega" (3.000m) angekommen, gab es nach einer warmen Dusche erst mal Lunch. 1802 wohnte Alexander von Humboldt in dieser eindrucksvollen kolonialen Anlage, um seine Studien über den Cotopaxi durchzuführen. Der Nachmittag stand uns zur freien Verfügung. Wir nutzten ihn, um unsere Bergsteigerklamotten zu trocknen und zu relaxen. Beim Abendessen spielte die Band "Cotopaxi". Eine Gruppe die typische Instrumente aus Südamerika zum Musizieren einsetzt, wie Panflöte und Charango. Später feierten wir noch unsere Besteigung etwas in der Hausbar bevor es in die Federn ging.
Menü
Mi: Comida Principal: gebratene Forelle mit Papas Frittas
Ab: Entrada: Kartoffel-Avocadosuppe mit Käse; Comida Principal: Steak mit Papas Fritas; Postres: geschichteter Kuchen
Mittwoch, 12. August 2009
Nach dem Frühstück sind wir um 9.30 Uhr mit dem Bus nach Baños aufgebrochen. Bis nach Latacunga haben wir noch eine Frau mitgenommen, die selbstgemalte Bilder vor der Hacienda verkaufte.
Im Pastaza-Tal angekommen führte uns unser Weg u.a. zum Rio Verde Wasserfall. Um an die Quelle des Wasserfalls zu kommen, mussten wir viele Treppen und enge Tunnel durch krabbeln. Aber es hat sich gelohnt. Zum Glück hatten wir unsere Regenjacke dabei, so dass wir nicht ganz so nass geworden sind. Vorteilhaft war aber auch, dass wir keine lange Hose anhatten. Ein schönes Restaurant am Fuße des Wasserfalls nutzen wir für unser Lunch. Nach der Pause ging es wieder zurück zum Bus. Nächster Stopp war am Brautschleierwasserfall, wo es die Möglichkeit gab, mit einer Gondel über die Pastazaschlucht auf die andere Seite zu fahren. Für uns aber nicht aufregend genug, so dass wir den anderen den Vortritt ließen. Wir bevorzugten da eher die Gelegenheit eines Sprungs von der Brücke in Form von Bungee-Jumping.
Barbara
Katharina
Das Wetter in Baños war angenehm. Den freien Nachmittag nutzen wir für Shopping in der Kleinstadt. Abends dinierten wir in einem gemütlichen Restaurant mit französischem Flair. Während ein Teil der Gruppe noch einen Trinken ging, begab sich der andere Teil auf den "Heimweg". Schließlich stand am nächsten Tag die Besteigung des Chimborazos auf dem Plan.
Hotel in Baños
Menü:
Mi: Comida Principal: Steak mit Papas Fritas
Ab: Comida Principal: Putensteak mit Gemüse und Tomatengratin
Donnerstag, 13. August 2009
Das Frühstück fiel mal wieder super aus. Viel Obst und Frischsäfte, Joghurt und Müsli. An Brot/Brötchen jedoch leider immer noch nichts nach unserem Geschmack. Was am Vortag an Sonne fehlte wurde am heutigen Morgen nachgeholt. So trockneten wir noch die letzten Strümpfe und Schuhe bevor es wieder mit dem Bus weiter ging in Richtung Chimborazo Schutzgebiet.
Unterwegs machten wir einen Stop in Ambato, wo wir für unser Lunch einkauften. Nach einer weiteren Stunde erreichten wir die Carrel Hütte (4.850m), wo auch schon die uns bekannten Bergführer warteten. Als wir uns dann auf den Weg zur Whymper Hütte machten, mussten wir schnell feststellen, dass das Lunch doch etwas viel war.
Lunch in der Carrel Hütte
Chimborazo (6.310m)
Es lag uns schwer im Magen. Zum Glück waren es nur 200 Höhenmeter bis zur Hütte. Nach einer knappen Stunde erreichten wir unser heutiges Tagesziel, die auf 5.000m gelegene Whymper-Hütte. Vom Kopf her ging es uns beiden ganz gut, keine Anzeichen von einer Höhenkrankheit. Bis zum Abendessen hatten wir noch einige Stunden Zeit, die wir nutzten, um uns auszuruhen. Um halb sechs bekamen wir dann als Vorspeise eine Nudelsuppe. Das Hauptgericht war Pollo mit Reis und Salat. Im Anschluss daran wurden die Gruppen neu verteilt. Pro Bergführer nur zwei Bergsteiger, was im Vergleich zum Cotopaxi anders war, hier waren nämlich drei Bergsteiger pro Bergführer vorgesehen. Wir beide erhielten wieder "unseren" Bergführer vom Cotopaxi, Rául. Eine wollte von vorn herein nicht mit und bei zwei anderen wurde eine verkürzte Tour geplant (bis auf die Höhe von etwa 5.500m).
Nachdem alles geklärt war und keine weiteren Fragen mehr im Raum standen, hieß es schlafen gehen. Gegen halb acht lag dann auch der letzte im Bett. In der kurzen Nacht war für mich nicht an viel Schlaf zu denken. Ich hatte das Gefühl zu wenig getrunken zu haben und mein Kopf schmerzte auch leicht. Die Nacht war um 23 Uhr schon wieder vorbei. Ein kleines Frühstück mit Bananen, Joghurt, Müsli, Brot und Marmelade stand schon bereit als wir nach unten kamen.
Whymper Hütte (5.000m)
Freitag, 14. August 2009
Punkt zwölf wurde ein Geburtstagskuchen serviert, da Katrin an dem "Glückstag" Geburtstag hatte. Bei windigen Bedingungen setzte sich unsere Gruppe um kurz nach zwölf in Bewegung. Im Stirnlampenlicht schlängelten wir uns 250 Hm bis zum Gletscherrand hinauf.
Der Chimborazo ist genauso wie der Cotopaxi ein Vulkan, jedoch nicht mehr aktiv. Er besitzt viele Krater und fünf Gipfel, der Höchste ist 6.310m und damit der höchste Berg der Welt, wenn man vom Erdmittelpunkt aus geht. Genau wie Alexander von Humboldt scheiterten wir auch. Allerdings war dies eine Entscheidung der Bergführer gewesen. Die vor uns aufsteigende italienische Gruppe kam uns am Gletscherrand schon wieder entgegen. Ein kurzer Wortwechsel mit unseren Bergführern brachte sie zur Entscheidung, dass es angeblich zu gefährlich sei, weiter aufzusteigen. Daher musste die ganze Gruppe umkehren! Im nach hinein erfuhren wir von den zwei italienischen Bergsteigern, dass dem einen nur Unwohl war und die Begleiterin nur aus Sympathie mitgegangen war. Diese Erkenntnis löste natürlich eine heiße Diskussion aus, denn die Bergführer hatten ja deren Umkehr als Begründung genutzt, dass es zu gefährlich sei, weiter zu gehen! Die Diskussion wurde dann aber auf den frühen morgen vertagt, um noch etwas Schlaf zu bekommen.
Nach dem alle aufgestanden waren, diskutierte die Gruppe mit unserem Reiseleiter über die vorgefallenen Ereignisse und wie wir weiter verfahren. Eine interne Abstimmung innerhalb der Gruppe einigte sich darauf, wegen der Haltung der Bergführer keinen weiteren Tag auf der Whymper-Hütte zu verbringen, um in der Nacht einen weiteren Versuch zu starten. Es gab zwar Stimmen dafür, aber die Mehrheit wollte den vorgesehenen Reservetag nicht nutzen. Die Enttäuschung war bei uns groß, weil wir doch mit dem Ziel einen 6.000er zu erreichen nach Ecuador geflogen waren. Zu erwähnen ist wohl noch, dass die Bergführer keinem von uns den Gipfel zugetraut hätten, wie sie verlauten ließen. D.h. bei einem weiteren Versuch wären sie bei einer noch so kleinen Unsicherheit mit der Gruppe wieder umgekehrt. Motivierend ist eine solche Aussage ja auch nicht, da sie ja das wichtige Vertrauen in einer Seilschaft zerstört!
Unsere Bergführer
Wir ziehen jedenfalls unsere Schlüsse daraus und werden zukünftig nur noch auf privater Basis solche Exkursionen durchführen und nicht mehr mit einer Organisation. Mit diesem Abbruch bestätigen sich nur die Aussagen aus einigen Foren, wo andere Exkursionsteilnehmer schrieben, dass sie den Eindruck hatten, dass die Bergführer nur abkassieren wollten und kein Interesse daran hätten, ihre Teilnehmer auf den Berg zu führen. Was einfach nur Schade ist!
Gegen Mittag erreichten wir dann unser Hotel in Guaranda wo wir eine weitere Nacht verbrachten.
Menü:
Mi: Entrada: Tomatensuppe, Comida Principal: Pollo mit Möhren und Bohnen dazu Reis, Postres: Obstsalat
Ab: Entrada: Avocadosuppe mit Käse, Comida Principal: Fisch mit Reis, Postres: Erdbeertorte
Samstag, 15. August 2009
Unser Frühstück fiel diesen Morgen nicht so lecker aus. Nun gut, man kann ja nicht immer was nach unserem Belieben erwarten. ;)
Das Gepäck war schnell im Bus verstaut. Der heutige Ausflug führte uns zur Indianergemeinde Salinas. Ein Einheimischer führte uns durch Salinas und zeigte uns einige Sehenswürdigkeiten des kleinen Dorfes. U.a. waren wir bei den Salzminen, einer Käsefabrik, einer Schokoladenherstellungsfabrik und einem Familienbetrieb der Fußbälle produzierte.
Dorf Salinas
Fußballherstellung
Zu Mittag waren wir in einem Hostal. Am Nachmittag bestand die Möglichkeit sich den kleinen Ort noch mal anzusehen und Einkäufe zu machen. Wir nutzen die Stunde um auf einen kleinen Hügel zu steigen und uns das Dorf von oben anzusehen.
Schokoladenherstellung
Salzgewinnung
Danach ging es mit dem Bus weiter nach Riobamba, wo unser Reiseleiter Roeland prüfte, ob unsere Reservierung mit dem Zug zur "Teufelsnase" geklappt hatte. Leider gab es zu diesem Zeitpunkt noch keine endgültige Zusage. So fuhren wir zur Hosteria "La Andalucia" wo wir die nächsten zwei Nächte verbringen sollten.
Menü:
Mi: Entrada: Gemüsesuppe, Comida Principal: Pollo mit Reis, Postres: Salinas Schokolade
Ab: Entrada: Grüne Spargelsuppe, Comida Principal: Steak mit Möhren und Bohnen, Postres: Kiwi Parfait
Sonntag, 16. August 2009
Geweckt wurden wir mit Nebelfeldern und kaum Sonne. Doch das sollte sich schnell ändern. Nach dem Frühstück brachte uns Galo, der Busfahrer, nach Tixán. Da wir nicht den ganzen Tag in dem Dörfchen Alausi (2.350m) verbringen wollten, beschlossen wir, in der Gruppe von Tixán nach Alausi entlang der Schienen zu wandern. Die Wanderung, welche Roeland zuvor auch noch nicht gemacht hatte, dauerte knapp drei Stunden. Unterwegs knallte die Sonne ordentlich, wie wir abends feststellen mussten, als ein kleiner Sonnenbrand im Nacken unsere Unachtsamkeit zeigte. Bis dahin hatten wir uns immer eingecremt. Tja auch dunkelhäutige Menschen können Sonnenbrand bekommen, wenn sie keine Sonnenmilch benutzen.
Hacienda La Andaluza
Auf dem Weg von Tixán nach Alausi
Als wir Alausi erreichten, war schon Mittagszeit. In einem kürzlich eröffneten Restaurant bekamen wir dann unser Lunch. Wegen der fortgeschrittenen Zeit gab es nur noch die Wahl zwischen gebratener Forelle und gebratener Forelle. Die Suppe ließen wir aus, da Quinoasuppe nicht so unser Geschmack war. Die Forelle war aber super lecker. Zum Glück hatten wir keinen Zeitdruck, denn es dauerte ewig, bis etwas auf dem Tisch stand. Aber so sind sie die Ecuadorianer. Gelassen und alles mit der Zeit. Ein Obstsalat oder selbstgemachtes Pfirsischeis rundete das Mittagsmenü ab. Bis 15 Uhr hatten wir dann Zeit, um uns Alausi näher anzuschauen, was gut eine Stunde dauerte. In kleinen Grüppchen zogen wir durch das Dorf und schauten uns die Marktstände und Gemüsestände an. Kauften kleine Babybananen und Äpfel.
Markt in den Straßen von Alausi
Markthalle fü Obst und Gemüse
Zurück am Treffpunkt verkündete uns Roeland, dass er noch 10 Karten für die Zugfahrt (Schienenbusfahrt) bekommen hatte. Um halb fünf ging es dann los. Die Strecke wurde bereits 1902 fertiggestellt und ist bis heute die steilste Bahnstrecke der Welt. Meine Lust war nicht so groß, ich wäre viel lieber schon frühzeitig wieder zurückgefahren, aber die Wartezeit in Alausi besänftigte meine Unlust etwas, und so gingen wir gemeinsam auf die "Abenteuerreise".
Highlight dieser Zugfahrt war die "Teufelsnase", die heikelste Passage, die der Schienenbus nur im Schritt-Tempo in Zick-Zack-Kehren im Schritt-Tempo meistern kann. Dabei wird auf kurzer Distanz ein Höhenunterschied von 500m zurückgelegt. Zwischendurch wurden zwei Pausen für die "typischen" Touristen gemacht, um ihnen Gelegenheit zu geben, auch ja alles auf ihren Kameras festzuhalten. Bei solch einem Stopp stellte Hans fest, dass die Schienen gar nicht richtig befestigt waren. Jedenfalls konnte er ohne Hilfsmittel ein Befestigungsnagel ausheben und wieder reinstecken. Also konnten wir von Glück sagen, dass wir nach gut 90 Minuten wieder unversehrt zurück im Bahnhofsgelände waren.
Der Schienenbus
Sicherheit wird hier Groß geschrieben ;)
Die Rückfahrt zur Unterkunft "La Andaluza" betrug dann noch mal zwei Stunden. Ich war dann doch froh, nicht noch zurück nach Tixán gelaufen zu sein, da ich meine Leiste an diesem Tag vermehrt spürte. Komischerweise an den anderen Bergtagen wenig bis gar nicht.
Angekommen in der Hosteria gab es eine Blitzdusche und wenige Minuten später befanden wir uns schon wieder am Tisch zum Essen. Es gab eine Cremesuppe mit Fleischstückchen, mal wieder Pollo mit Gemüse und Kartoffelstampf und als Postres Obstsalat.
Montag, 17. August 2009
Ein letztes Frühstück in der Gegend der "Straße der Vulkane". Das Wetter zeigte sich auch heute nicht von seiner besten Seite. Nieselregen und Wolken zum Abschied. Naja, so fiel der Abschied nicht ganz so schwer, wenn man schon nichts sieht...
Vor uns lagen etwa 160 Kilometer bis nach Quito zurück. Gegen 12 Uhr erreichten wir das uns bekannte Hotel "Sierra Madre", wo wir schon die ersten zwei Nächte nach unserer Ankunft verbracht hatten. Der Check-in dauerte noch gut eine Stunde, da die Zimmer noch nicht gemacht waren. Als dann alle ihre Zimmer bezogen hatten, machten wir uns auf zum Magic Bean. Dort gesellte sich Pastora zu uns. Wir hatten gar nicht mehr damit gerechnet sie noch mal zu treffen. Ihr Abschied in Machachi war aufgrund ihrer Höhenprobleme nicht so gut verlaufen.
Im Magic Bean konnten wir von einer Auswahl an Speisen wählen, die Explorandes vorgab. Die Wahl war schnell getroffen: Pollo mit Salat und Kartoffelecken. Als Vorspeise wurden Nachos mit Avocadocreme und Käse serviert. Der Nachmittag stand uns noch mal für letzte Einkäufe von Souvenirs zur Verfügung. Nach dem wir alles erledigt hatten, gab es in einem Eiscafé noch mal einen verspäteten Nachtisch. :)
Während unser Vater schon zurück zum Hotel ging, liefen wir noch zum Supermarkt, um noch die ein oder anderen Sweets zu kaufen. Zwischen Rückkehr vom Supermarkt und dem letzten Abendessen blieb uns noch eine knappe Stunde, um zu entspannen.
Im 13. Stock lag unser Restaurant, das wir zu Fuß schneller erreichten, als wenn wir mit dem Aufzug gefahren wären. Oben angekommen zweifelten wir daran, dass der Urlaub die Fitness verbessert hat. Denn die Pumpe ging ordentlich.
Ein letztes Mal wählen á la Karte. Diesmal Hauptgericht plus Vor- oder Nachspeise. Unser Entschluss stand schon fest. Ein letztes gutes Steak sollte es sein, was zum Glück auch zur Auswahl stand. Wir beide entschieden uns für ein T-Bone Steak ohne zu wissen wie groß es ist. Zum Glück verzichteten wir auf ein Entrada. Uns fielen die Augenklappen runter, als wir den Teller sahen, der uns serviert wurde! Das waren mindestens 500g, wenn nicht noch mehr.
Es wäre doch gelacht, wenn wir das nicht schaffen würden. *g* Wer den Cotopaxi besiegt, der schafft auch dieses Riesensteak. Ich weiß nicht wie lange wir brauchten, aber irgendwann war nur noch der Knochen vom Steak übrig. Die anderen konnten es nicht glauben, dass wir es geschafft hatten und ich selber auch nicht. Schlecht ging es mir nicht, aber ich habe -glaube ich- noch gut eineinhalb Stunden im Bett gelesen, da ich doch merkte dass da etwas schweres im Magen lag. Katharina ist fast sofort eingepennt, als wir im Hotelzimmer waren.
Dienstag, 18. August 2009
Der Tag des Rückflugs war gekommen. Zusammen mit einem weiteren Teilnehmer der Gruppe fuhren wir mit einem Taxi noch mal in die Altstadt zum Plaza Grande. Dort wollten wir in die San Francisco Kirche. Allerdings war diese nicht zugänglich, da Umbauten stattfanden. Daher sind wir noch mal in ein Souvenirladen gegangen, wo wir am Anfang unserer Reise nur begrenzt Zeit hatten. Ein Zeitpunkt für die Rückfahrt zum Hotel mit Johann war schnell gefunden. Danach schlenderten wir die Straßen weiter hoch und runter.
Zum Abschied kehrten wir drei (Katharina, Peter und ich) erneut zum Magic Bean ein und bestellten dort einen leckeren Salat bzw. Hamburger. Unser Bus holte uns gegen 15 Uhr ab. Zu unserer Überraschung war es Galo, der Busfahrer, der uns auch schon die ganzen zweieinhalb Wochen begleitet hatte. Roeland, der Reiseleiter fuhr bis zum Flughafen mit, genauso wie Hans, der noch drei weitere Wochen in Ecuador verbringen wollte. Der Abschied fiel schwer, aber wir freuten uns natürlich auch wieder auf unser Zuhause.
Der Check-in klappte bei uns problemlos. Dann hieß es nur noch warten auf den Abflug. Es verging keine Stunde bis die ersten Probleme auf uns zu kamen. Eine Dame vom Flugservice kam auf uns zu und bat uns, dem Herrn Peter Stinner mitzuteilen, dass er sich noch mal am Schalter melden sollte, da mit seinem Gepäckstück etwas nicht stimmte. Kurze Zeit später kam er zurück und forderte Daniela mitzukommen, weil mit ihrem Gepäckstück auch etwas nicht stimmen sollte.
Wir sahen schon unseren Start weiter nach hinten geschoben. Spürhunde hatten angeblich was in den Taschen gerochen. Jedoch war der Verdacht unberechtigt. In meiner Tasche war zwar Schokolade, die nämlich auch geöffnet werden musste. Aber nichts Verbotenes. Daniela hatte auch Schokolade in ihrer Reisetasche, was die Hunde wohl gerochen hatten. Bei ihr wurde sogar ein Mitbringsel (Verpackung von Schokolade) zerstochen, was natürlich sehr ärgerlich war. Die Spürhunde hatten es aber auch auf unsere Gruppe abgesehen. Beim Boarding wurde Sascha noch mal von einem Hund "belästigt". Aber zu verbergen hatten wir nun wirklich nichts.
Mit einer kleinen Verzögerung haben wir gegen 18 Uhr (Ortszeit) Quito verlassen und sind nach Guayaquil geflogen. Von dort ging es dann um 20 Uhr weiter Richtung Europa (Madrid).
Mittwoch, 19. August 2009
Gelandet sind wir dort um 13.45 Uhr (Ortszeit). Unser Anschlussflug nach Düsseldorf ging um 16.00 Uhr. In der Flughalle gönnten wir uns noch einen kleinen Snack bevor es in einer kleineren Maschine von Iberia gen Deutschland los ging. In Madrid verabschiedeten wir uns von Ellen, die weiter nach Frankfurt flog, von Johann der den Flieger nach Wien nahm sowie von Nobert und Kathrin die nach Berlin flogen.
Endlich um 18.30 Uhr sind wir auf dem Düsseldorfer Flughafen bei angenehmen Temperaturen gelandet. Unser Gepäck ließ nicht lange auf sich warten. Der Empfang unserer Mutter war herzlich. Nun trennten uns nur noch 90 Minuten Autofahrt von unserem Zuhause, wo wir gegen kurz nach neun eintrudelten. Dann hieß es duschen, essen und bald schlafen bis zum nächsten Tag.
Fazit
Es war mal wieder ein ereignisreicher Urlaub mit seinen Höhen und Tiefen. Wir haben einige Schlüsse daraus gezogen, was die Flexibilität einer solchen Exkursion betrifft. Es wird wohl die letzte Gruppenreise in dieser Form gewesen sein, allein schon wegen der Ereignisse die am Chimborazo abgelaufen waren. Zukünftig werden wir wohl alles privat organisieren, um noch mehr Flexibilität zu erlangen, die ja nicht gegeben war. Aus der Sicht der Gruppe hätte es nicht besser sein können. Es waren alles nette Personen inklusive Reiseleiter Roeland. Wenn alles so läuft, wie bis jetzt geplant, dann werden wir wohl nächstes Jahr im Sommer nach Bolivien fahren, um dort den entgangenen 6.000er zu besteigen. ? Der Illimani ruft, wir können es schon schwach hören. Ihr auch?
Es folgen bald noch weitere Bilder in unserer Galerie Ecuador 2009!