Frühzeitig aufgestanden
Der große Tag zum 24h-FOCUS Rennen Duisburg war gekommen. Bereits um 7.30h sind wir aufgestanden um alles in Ruhe zu packen und letzte Einkäufe zu machen. Die Anfahrt betrug lediglich 10 Minuten. Als wir angekomemn sind habe ich Katharina mit der Tasche abgesetzt, um dann ein Parkplatz für das Auto zu suchen. Die Sonne heizte schon gut ein, was auf einen dursttreibenden Rennstart hindeutete. Der Start war erst um 13 Uhr, so dass wir noch genug Zeit hatten. Aufgrund eines fehlenden Zwischenstück stand unser Pavillon etwas schief, welches wir am Vortag aufgebaut hatten. Des Weiteren hatten wir noch zwei Zelte und einen alten Transporter für unsere Zweiräder und eigene Verpflegung.

Unser Fahrerlager
Idee zur Teilnahme am 24h Rennen
Die Idee am 24h-Rennen teilzunehmen kam Marco vier Monate vor dem Start. Innerhalb weniger Tage stand das Team, welches aus insgesamt 10 Fahrern und Fahrerinnen bestand, davon 2 Ersatzfahrer. Ungefähr 4-5 Wochen vorher haben wir mit einem gemeinsamen Training angefangen, wobei aber nicht immer alle mit dabei waren. So sind einige nur wenige Male vorher die Strecke abgefahren. Aber es sollte ja kein “gewinnorientiertes” Rennen werden, der Spaß und die Erfahrung dabei sollten eher im Vordergrund stehen, was wir auch gut umsetzen konnten. Zwar gab es schon einige Ziele und Träume, jedoch konnte ich nicht einschätzen, ob wir diese umsetzen könnten oder nicht, da unser Team, wie schon gesagt, sich hauptsächlich aus Hobbyfahrern und angehende MTBler zusammensetzte. Mein persönliches Ziel war mindestens eine Runde unter 20 Minuten zu fahren und sich nicht zu wickeln! Ansonsten wollte ich Spaß haben und diese neue Herausforderung, was ja eine ganz andere Belastung als beim Laufen ist, ausprobieren.
In der letzten Woche vor dem Rennen, mussten wir ein Umstrukturierung des Teams vornehmen, da sich Martin bei der schwierigsten Abfahrt das Schlüsselbein gebrochen hatte und operiert werden musste und so leider nicht mehr das Team unterstützen konnte.
Pech nicht nur auf unserer Seite

Barbara

Katharina
Das Rennen
Die ersten zwei Runden von Katharina klappten auch sehr gut, zu mal sie sich die Schlüsselbeinbruch-Abfahrtsstelle bis auf den Renntag aufgehoben hatte. Da es am vergangen Donnerstag nass gewesen war, hatte sie es verschoben.

Steile Abfahrt
Unsere dritte Fahrerin Thun meisterte ihre erste Runde von zwei Runden gut und war selbst überrascht. Zeitlich war sie viel schneller als sie vorher eingeschätzt hatte, was aber meistens so ist. Im Rennen ist man meist schneller als im Training. Da beflügelt das Publikum und die Stimmung!

Thun
Die Nacht
Mit der Nacht kam auch die Abkühlung, aber auch die Herausforderung die Strecke bei Dunkelheit zu fahren, was ich vorher nicht testen konnte. Recht schnell musste ich feststellen, dass eine Standardleuchte nicht ausreichend für solch eine Fahrt war. Außerdem verabschiedete sich die Batterie während meiner Fahrt. Ursprünglich wollte ich drei Runden fahren, musste aber allerdings nach zwei Runden abbrechen, da ohne Licht nicht gefahren werden durfte! So musste Martin einspringen und ich kümmerte mich um Ersatzbatterie, damit Katharina bald weiterfahren konnte. Die Lösung letztendlich war, das ich das Rad von Georg bekam und Katharina das meinige nahm, mit frischer Batterie. Da wir in der Nacht auch nur 5 Fahrer waren, war die Umstellung notwendig. Des Weiteren haben Katharina und ich von zwei Runden auf drei erhöht.

Marco und Georg
In unserer Pause, die zwei Stunden betrug, galt es sich warm zu halten. An Schlaf war nicht zu denken, da es wahrscheinlich danach anstrengender geworden wäre, wenn wir etwas geschlafen hätten, sprich ich hätte mich viel müder gefühlt als vorher. Abgesehen davon das ich sowieso nicht hätte schlafen können.
Sonntag morgen
Mit der aufgehenden Sonne kam auch Katharinas nächster Einsatz. Schnell wurde es hell und somit kam auch wieder die “Hitze” der Sonne wieder. Mich hat sie jedoch nicht gestört. Die letzten Stunden im Rennen wurden noch mal etwas anstrengend. Ich merkte in meiner 9. Runde am steilsten Berg, dass ich schon viel gefahren war. Konnte mich aber in meinen letzten Runden nochmal steigern und fuhr meine letzten drei Runden im Schnitt von 20:50min, die ich auch ungefähr in meiner allerersten Runde hingelegt hatte! Mein Ziel unter Zwanzig zu fahren erreichte ich bereits in meiner vierten Runde -> 19:41min, wie ich später in den Ergebnissen von datasport sehen konnte. Die letzte Runde fuhr Martin, der auch unser stärkster Mann im Team war. Mit einem Schnitt von 19:38min!

Martin und Nils
Ersatzfahrer des Teams
Eine unserer Ersatzfahrer (Nadine) kam auch zum Einsatz. Dummerweise wickelte sie sich in ihrem Einsatz und musste vom Notarztteam behandelt werden. Ein paar Schrammen werden sie noch ein paar Wochen an ihren mutigen Einsatz beim Rennen daran erinnern.

Nadine
Bilanz zum 24h Rennen
Mit 65 Runden sind wir über unser Ziel weit hinausgeschossen und können alle stolz sein, was wir natürlich auch sind! Mit 13 bzw. 12 Runden hatten Katharina und ich die meisten Runden. Überrascht war ich natürlich auch von den Leistungen meiner Teammitglieder, wo ich bei dem ein oder anderen nicht gedacht hätte, dass sie so fit sind und durchhalten.
Apropos durchhalten, ein großes Lob geht natürlich auch an unsere Helfer die rund um die Uhr für Verpflegung am Fahrerlager gesorgt hatten!

Helfer Team
Einig sind wir uns auch dabei, nächstes Jahr wieder mit dabei zu sein, dann aber mit zwei unterschiedlichen Teams. Ich voraussichtlich mit einem neuen MTB und Klickpedalen(!). Froh sind wir auch darüber keine Stürze gemacht zu haben, wobei ich einige blaue Flecken davon getragen habe, aber das gehört dazu!
Ob das Training auch gut für meinen Start bei dem Welterbe-Berglauf Ende August ist wird sich herausstellen. Vorerst möchte ich aber noch beim Duisburger Innenhafenlauf am kommenden Wochenende teilnehmen.
