Kilimanjaro mit Erholung

Unsere Exkursion zum Kilimanjaro (5.895m) an Weihnachten/Silvester 2007 vom 23.12.2007 bis 05.01.2008

Sonntag, 23. Dezember 2007

Wer hoch hinaus möchte, muss früh aufstehen können und das auch im Urlaub! Der Sonntag begann bereits um 6 Uhr. Zum letzten Mal duschen vor der langen Flugreise. Wer weiß was uns in Kenia erwartet?! Das Aussenthermometer zeigte minus sieben Grad Celsisus bei unserer Abfahrt zum Kölner/Bonner Flughafen an. Nach dem Check-In, der problemlos klappte, die Tasche von unserem Vater konnte nur als Speergepäck aufgegeben werden, hatten wir noch genug Zeit um dem Treiben der Weihnachtsreisenden zuzuschauen, denen wir ja bald auch angehörten. Relativ pünktlich um 11 Uhr startete unsere Flugmaschine (KLM), wir hatten bereits einen weiteren Teilnehmer (Klaus) unserer Exkursion kennengelernt, nach Amsterdam, wo wir am Abend auf den Rest der Gruppe (Sigune, Martin und Reimer) stießen. Die neun Stunden Aufenthalt in Amsterdam schlichen nur so dahin. Also musste ein Zeitverdreibspiel her. Wir (KaBa) entschlossen uns also für Stadt-Land-Fluss. ;-) Gegen halb acht machten wir uns auf den Weg zum anderen Ende des Flughafens zur Maschine (Kenya Airways) die uns nach Nairobi bringen sollte.

Flughafen Nairobi

Flughafen Nairobi

Für Katharina war es die erste bewusste längere Flugreise in so einem Flugzeug. Wir (Peter, Katharina und ich) hatten einen Sitzplatz in der mittleren Reihe nebeneinander, was mir gut gefiel, so mussten nicht alle aufstehen, wenn man zur Toilette wollte oder sich einfach so bewegen musste. Der “Komfort” war ok. Die mitgebrachte Decke spielte später noch eine wichtige Rolle.

Montag, 24. Dezember 2007

Etwas übermüdet sind wir um halb sieben (Ortszeit, plus 2 Stunden MEZ) in Nairobi gelandet. Dort haben wir auch Andrea kennengelernt, die das Bergsteigerteam komplettierte. Nachdem wir unser Gepäck erhalten hatten, ging es ohne Verzögerung mit zwei Kleinbussen weiter nach Loitokitok unserer Lodge, wo wir die letzte Nacht in einem “richtigen” Bett verbringen durften, zmindest vorerst. Mittag gab es in der Savanne neben der staubigen Straße, die mich sehr an Australien erinnerte. Unser Mund war schon sehr trocken. Schließlich hatten wir seit Ankunft nichts mehr getrunken. Normalerweiser sind wir es gewohnt drei Liter am Tag zu trinken und dann auf kleine Mengen reduziert zu werden ist schon hart. Da war es dann auch egal das es nur Cola gab. Nach weiteren zwei Stunden sind wir dann endlich an der Lodge angekommen. Katharina und ich hatten ein Apartment zusammen. Bis zum Abend war noch genug Zeit, um die Rucksäcke für die nächsten Tage zu packen. Frisch geduscht und in großer Erwartung, was es denn zu essen gibt, sind wir zum Abendessen gegangen. Das Weihnachtsbuffet war sehr gut, es gab Rohkostsalat, Suppe, Reis, Gemüse, Huhn, Gulasch und als Nachtisch Obstsalat. Aufgrund der Hinweise, das man vorsichtig beim Verzehr von rohem Gemüse, Salat und Obst mit Schale sein sollte, haben wir auf den Salat und das Obst verzichtet.

Lodge

Lodge

Relativ frühzeitig, für mich, sind wir dann auch zu Bett gegangen, wo uns eine nicht so schöne Überraschung erwartete. Katharina hatte nämlich kleine tote Tierchen im Bett gehabt, so dass wir uns nicht getraut hatten unter der Decke zu schlafen. Also haben wir in Klamotten geschlafen und als Deckenersatz diente dann die mitgenommene Kenya-Airways-Decke. ;-)

Dienstag, 25. Dezember 2007

Trotz der Umstände hatten wir eine gute Nacht und waren sogar eine Stunde vor dem Frühstück auf. Da meine Uhr seit dem letzten Batteriewechsel nicht mehr laut alarmiert, sind wir darauf angewiesen gewesen von alleine aufzuwachen. Nun hatte ich meine Uhr auch noch nicht umgestellt, da ich sie sonst nur zum Laufen benutze. In Verwirrtheit über die Zeit, dass wir verschlafen hatten, standen wir auch schon im nächsten Moment neben dem Bett und kurze Zeit darauf im Bad. Keine zehn Minuten später waren wir auch schon auf dem Weg zum Frühstück. Die Sonne schien und in Verwunderung, dass die anderen noch nicht da waren, versuchten wir ersteinmal herauszufinden wie viel Uhr wir hatten. Schnell stellte sich heraus, dass wir viel zu früh dran waren. Nach dem Frühstück wurden die Kleinbusse mit unserem Gepäck beladen. Zuerst ging es zum Zoll, Ausreise aus Kenia und Einreise nach Tansania. Die Beschaffenheit der Straße wurde damit auch besser. In Nalemoru angekommen lernten wir unsere Bergführer und Träger kennen, die bereits schon auf uns warteten. Wenig später befanden wir uns auch schon auf dem Weg zu unserem ersten Camp (Sekimba ca. 2.600m). Dieser führte uns an Feldern vorbei, an dem sich der Regenwald anschloss. Kaffee und Tee gab es am Nachmittag nach Ankunft der ersten Etappe. Danach sind wir noch ein Stück weiter aufgestiegen, wegen dem Akklimatisierungseffekt.

Eingang National Park

Eingang National Park

Nach dem Abendessen, was gut geschmeckt hat, sind wir auch bald in die Schlaf- säcke gekrochen. Es ist wohl schon sehr lange her, dass ich so früh im “Bett” lag -> 21.00 Uhr.

Mittwoch, 26. Dezember 2007

7.30 gab es ein reichhaltiges Frühstück. Es fehlte an nichts: Müsli, Spiegelei mit Speck oder gekochtes Ei, Brot, Marmelade, Honig, Obst, Tee, Kakao und Kaffee. Gut gestärkt halfen wir noch beim Zeltabbau und starteten auch schon zur zweiten Etappe, die wesentlich länger sein sollte als ursprünglich geplant. Am Vortag hatten wir “nur” 600Hm (Höhenmeter) statt 800 Hm. So mussten wir diesmal gut 1.100Hm machen, was aber nicht das Problem sein sollte. Leider setzte ziemlich bald nach Abmarsch Regen ein, der auch bis zum Eintreffen am zweiten Camp (Spätnachmittag) anhielt. Unser Lunch nahmen wir in der Nähe von zwei Höhlen (Kikeleva Höhlen) ein, zu dem die Träger extra unser Essenszelt aufbauten. Drei Stunden später erreichten wir dann unser Camp (3.600m), wo es zu Tee und Kaffee frisches Popkorn und Kekse gab.

Camp für die zweite Nacht

Camp für die zweite Nacht

Der Regen hörte nur zeitweise auf, so dass wir diesmal keinen weiteren Aufstieg mehr machten. Zeitmäßig wäre es auch zu knapp gewesen, da wir bis zur Dämmerung auch nur noch eine knappe Stunde Zeit gehabt hätten. Schlafenszeit war auch direkt nach dem Abendessen angesagt, da es ja auch sonst nichts zu tun gab.

Donnerstag, 27. Dezember 2007

In der Nacht hatte es zeitweise kräftig weiter geregnet. Zum Glück war unser Zelt dicht gewesen, was bei manchen anderen aus der Gruppe wohl nicht so war. Zum Frühstück gab es neben dem genannten vom Vortag auch frisch gemachten Poridge. Heute mussten wir nur knapp 700Hm zurücklegen. Jedoch bekam ich relativ bald leichte Kopfschmerzen. Zuerst dachte ich natürlich, dass es an der Flüssigkeitszufuhr liegt. Doch auch nach der Zufuhr gingen die Schmerzen nicht weg, sie verschlechterten sich sogar, wie das Wetter. Wie ich nun mal bin, habe ich die Situation erst einmal so hingenommen und bis zur Ankunft an der Mawenzi Tarn Hut (4.330m) nichts dergleichen dagegen unternommen.

Relaxing am See

Relaxing am See

Die Sonne die dann bald hervorkam linderte auch etwas meine Kopfschmerzen. Ich habe aber trotzdem eine Tablette genommen. Am Nachmittag sind wir zwecks Akklimatisierung noch ein Stück weiteraufgestiegen. Alsbald wir wieder zurück waren gab es auch schon Abendessen. Die Nacht war sternenklar. Wir konnten sogar den Holmes Kometen sehen. Als ich in meinen Schlafsack krochen, es waren zwei Stück, ein Überschlafsack und ein Daunenschlafsack, waren es bestimmt schon um die Null Grad gewesen.

Freitag, 28. Dezember 20007

Nach der kalten Nacht, uns war dank der Schlafsäcke aber warm gewesen, gab es ein leckeres Frühstück mit Sonnenschein und blauen Himmel.

Frühstück auf 4.330m Höhe

Frühstück auf 4.330m Höhe

Meinem Kopf ging es wieder gut und die Vorfreude stieg wieder an, dem Ziel immer näher zu kommen. Leider machte Katharinas Kopf ihr bald mehr zu schaffen als sie wollte. :-( Zum Glück war die letzte Etappe vor dem Gipfelsturm nicht mehr allzu lange (etwa 400Hm). Jedoch zog sich der Weg da wir ziemlich eben gingen und so nicht schnell an Höhe gewinnen konnten. So langsam wie wir gegangen sind, hätte ich nicht gedacht das ich es könnte. Aber die Umstände ließen nichts anderes zu. Als wir dann endlich an der School Hut, unserer Übernachtungsmöglichkeit ankamen ging es Katharina trotz Tablette gar nicht gut. Die Hütte lag auf 4.770m, was immer noch unter unserer Rekordhöhe vom Mt. Blanc (4.810m) ist. Je länger wir auf der School Hut waren desto schlechter ging es mir. Also haben wir uns ersteinmal hingelegt um zur Ruhe zu kommen. Mein Ruhepuls war viel höher als normal, ich konnte jeden Herzschlag hören der mindestens bei 70 pro Minute war. Normalerweise habe ich einen zwischen 45 und 60 je nach Trainingszustand. Beim Abendessen, was bereits gegen halb sechs war, fühlten wir uns beide schon besser.

Abendessen in der Schoolhut

Abendessen in der Schoolhut

Also packten wir nach dem abschließenden Meeting, wo der Ablauf und letzte Fragen beantwortet wurden, unsere Rucksäcke für den Fall des Gipfelsturms. Die drei Stunden “Schlaf” bis zum ersten piepen der Uhr (22.30 Uhr) vergingen rasch. Mein Herz pochte aber immer noch so schnell wie vor dem zu Bett gehen und meine Kopfschmerzen fingen auch langsam wieder an. Katharina indes fühlte sich relativ gut. Nach einem kurzen Gespräch mit dem “Fachmann” Klaus beschloss ich für mich nicht mitzugehen. Während des Gesprächs machten sich auch wieder Kopfschmerzen bei Katharina breit, so dass auch sie verzichten musste. :-( Unser Vater ist auf Katharinas Wunsch bei uns geblieben für den Fall des Schlechtergehens meinerseits.

Samstag, 29. Dezember 2007

Mit einer halben Stunde Verspätung sind die Anderen mit fünf Guides losgezogen. Als ich gegen zwei Uhr auf Toilette musste fühlte ich mich wieder gut und ärgerte mich darüber das wir keine Möglichkeit mehr hatten jetzt loszugehen. Nach einem kleinen Frühstück sind wir mit einem Guide namens Shaban zur Kibo Hut gegangen. Diese Hütte lag nur 20 Minuten von der School Hut entfernt auf gleicher Höhe. Als wir dort angekommen sind erwartete uns schon Klaus, der leider auch vorzeitig abbrechen musste. Allerdings hatte er es bis zum Gilman’s Point (5.685m) geschafft, was nur knapp unter dem Uhuru Peak (5.896m) liegt. Eine gute Stunde später erreichten auch schon Sigune und Martin, der Guide, die Kibo Hut. Wir waren sehr überrascht, da wir erst gegen Mittag mit den anderen gerrechnet hatten. Zwischenzeitlich begannen auch unsere ersten Überlegungen den Gipfel auch noch zu besteigen. Wir sprachen mit Shaban darüber der ein vorsichtiges “Ja” signalisierte, weil er nicht allein darüber entscheiden konnte. Nach vielen Diskussionen und Verhandlungen sind wir dann doch zum Entschluss gekommen, diesen Berg nicht mehr besteigen zu wollen. Erstens war die Zeit schon ziemlich weit fortgeschritten, so dass wir auf jeden Fall in die Dunkelheit gekommen wären. Zweitens wollten wir dem Preishandel für die geführte Tour entgehen. Zwar waren wir bereit dafür zuzahlen, aber die Vorschläge waren so absurd, so dass wir uns relativ schnell dagegen entschieden und Drittens hätten wir auch keine Garantie gehabt ganz oben anzukommen. Die Kopfschmerzen hätten wiederkommen können oder auch nicht.

Abstieg zur Horombo Hut

Abstieg zur Horombo Hut

So sind wir alle (Sigune, Andrea, Reimer, Klaus, Martin, Peter, Katharina, ich und der Rest) gemeinsam nach dem Mittagessen über den Kibo-Sattel zur Horombo Hut (3.720m) abgestiegen. Dort gab es dann noch Kaffee, Kakao und Tee mit Popcorn und Keksen. Bis zum Abend legten sich die Gipfelstürmer noch in ihre Zelte, während Katharina und ich uns noch unterhielten und die Gegend auf uns wirken ließen. Nach dem Abendessen sind wir auch fast alle schnell im Schlafsack gewesen, da es ja ein “anstrengender” Tag war. ;-)

Sonntag, 30. Dezember 2007

Ein letztes Frühstück draußen im Freien. Eigentlich schade, man könnte sich dran gewöhnen. Doch zuvor bedankten wir uns bei den Guides und Trägern mit einer Rede von Sigune. Jeder einzelne bekam was ihm zustand. Unseren persönlichen Träger, der unser Zelt und Gepäck getragen bzw. aufgebaut hatte, haben wir noch bezuschußt.

Meeting am Abschlusstag

Meeting am Abschlusstag

Ein letztes Mal wurde der Rucksack auf die Schultern geladen. Heute lagen nochmal 2.000 Hm Abstieg vor uns. Bis zum Mittag, Katharina und ich waren etwas schneller unterwegs, da wir mit vorne weg gegangen sind, erreichten wir die Mandara-Hütte. Fast 45 Minuten später erreichten auch die anderen der Gruppe den Rastplatz. Nach der Pause ging es im Laufschritt, was Wort wörtlich gemeint ist (!), weiter abwärts zum Marangu Gate, wo unsere Tour endete. Katharina, Sigune, ein Einheimischer und ich erreichten nach gut 70 Minuten den Ausgang bzw. Eingang des National Parks. Dieser Kilimanjaro-Lauf durch den Regenwald hat viel Spaß gemacht und bei manchen Eindruck hinterlassen, da wir später als “the running women” begrüßt/ verabschiedet wurden. ;-)

Laufend durch den Regenwald

Laufend durch den Regenwald

Als wir alle wieder vereint waren, mussten wir uns mal wieder in einem Buch verewigen (aus statistischen Gründen). Kurze Zeit später händigte Martin den erfolgreichen Bergsteigern eine Urkunde aus. Peter, Katharina und ich haben keine bekommen, was mir aber auch nicht so wichtig war. Zwar lass ich nicht gerne “Dinge” auf mir sitzen, aber ob ich wieder komme um den Restabschnitt zu bewältigen steht noch offen! Ich denke eher nicht. Nach der endgültigen Verabschiedung sind wir mit dem Bus zum Zoll gefahren. Dort musste die Ausreise aus Tansania gestempelt werden und die Wiedereinreise nach Kenia. Von da an erhielten wir (Peter, Katharina, Klaus und ich) einen neuen Fahrer namens Mohammed, der uns die nächsten zwei Safari-Tage durch die Taita Hills fuhr. Doch zuerst lag noch eine zweistündige Fahrt zur Sarova Salt Lick Game Lodge bevor.

Salt Lick Lodge

Salt Lick Lodge

Nach dem Check-In haben wir uns frisch gemacht und haben zusammen zu Abend gegessen. Das Buffett war sehr gut und lecker! Ziemlich schnell sind wir dann auch zu Bett, da unsere Safari am nächsten Morgen bereits um 6.30 Uhr begann.

Montag, 31. Dezember 2007
Der letzte Tag im Jahr begann um 6:30 am mit dem ersten Teil der Safari. Noch etwas müde aber gut gelaunt saßen wir im Safaribus und starteten die erste Runde durch die Savannenlandschaft. Die Taita Hills erstreckten sich auf ca. 500.000 qkm, die wir in den nächsten zwei Tagen kennen lernen sollten. Sogleich zeigten sich auch die ersten Vögel auf dem Weg und auf

Vogel auf Safaribus

Vogel auf Safaribus

dem Dach des Busses, das Knipsen konnte beginnen. Als nächstes sahen wir einen toten Elefanten, der bereits von den Löwen schon angefressen war. Die Löwen lagen indes faul und müde im Kurzentfernten Gras. Die Aasgeier saßen oberhalb des Elefanten in den Baumkronen und warteten nur, auch etwas von dem Festmahl zu ergattern. Weiter ging es zu den Sträussen, welche sogar ein paar Junge dabei hatten. Den Abschluss vor dem Frühstück bildeten ein paar Antilopen, Impala genannt. Beim Frühstück überraschte uns die erste Elefantenherde, welche Lust verspürt hatten zum tiefer gelegenem Wassergraben zukommen. Nach dem wir gut gegessen hatten ging es weiter mit der Safari. Kurz nach dem wir gestartet sind, bekamen wir auch schon eine Elefantengruppe zur Sicht, welche im Kreis standen. Im Kreisinnern befanden sich zwei Junge, die durch die äußeren Elefanten geschützt wurden. Verzweifelt suchte unser Fahrer Giraffen, welche sich einfach nicht blicken lassen wollten. Auf dem Weg dorthin sahen wir noch einen Elefantenbullen, Wasserbüffel, Springbocks und Dikdiks.

SpringbockDik-Dik

Zum Mittagessen kehrten wir an der Rezeption der Serverin Lodge ein. Dort setzten wir uns bei herrlichstem Sonnenschein raus und genossen das reichhaltige Buffet. Am Nachmittag gönnten wir uns eine größere Pause, bevor wir gegen 4:00 pm aufbrachen zum letzten Teil der Safari an diesem Tag. Auch die Nashörner wollten sich nicht blicken lassen, so fuhren wir noch mal in Richtung “toter Elefant”. Angekommen lagen dort wieder die Löwen, d. h. Mama mit ihren drei Kindern, nach ihrer Mahlzeit. Weit und breit Papalöwe nicht zu sehen, also beschloss unser Fahrer Papa mal herbei zurufen, in dem er von einer CD das Brüllen eines anderen Löwen vortäuschte. Sofort und mit sabberten Maul kam der Löwenpapa angelaufen und lief stur stracks auf die andere Seite, woher die Geräusche herkamen, wo seine Frau und die Kinder waren. Schließlich musste er sein Revier verteidigen und nachschauen, wer da seine Familie bedrohte. Es war ein schöner Anblick, was die Löwen dort getrieben haben, wenn auch nicht ganz real. Als wir uns an dem Schauspiel satt gesehen hatten und wieder Ruhe eingekehrt war, fuhren wir zur Salt Lick Lodge unserem Hotel zurück. Von der Ferne hörten wir noch den Löwenpapa brüllen, der verzweifelt seinen Rivalen suchte.

junge LöwenLöwin mit zwei Jungen

Überraschenderweise waren viele Leute abgereist und der Silvesterabend sollte ruhig werden. Als wir zum Dinner kamen, stand in dem Restaurant eine größere Gruppe von Tansaniern, die Lieder sangen. Zum Glück dauerte dieses Schauspiel nicht das Ganze Abendessen an, so dass man sich etwas unterhalten konnte. Nachmittags hatten wir erfahren, dass in der Severin Lodge ein Abendball sein sollte. Ein Bustransfer brachte die Gäste dort hin und im Neuen Jahr wieder zurück, beide Hotels lagen etwa 15 min. von einander entfernt. Andrea war die Einzige, die diesen Service annahm, der Rest der Gruppe blieb unten. So warteten wir bei Bier und Cocktails, dass es “endlich” 12:00 Uhr wurde und wir ins Bett konnten. Denn eine richtige Feier oder gar die Lust dazu kam nicht wirklich auf. So stießen wir um Punkt 12:00 Uhr an und begrüßten das Neue Jahr.

Dienstag, 01. Januar 2008

Neujahr! Gewöhnlich erholt man sich vom Feiern der Silvesternacht und schläft sich erst einmal aus. Uns wurde dies leider nicht gegönnt, denn um 6:30 Uhr ging es zur Safari Teil II. In der Nacht hatte es geregnet und am Wassergraben unterhalb der Lodge hatten sich ganz viele Wasserbüffel vereint. Da wir am Vortag noch nicht alle “fünf Großen” (sprich: Elefant, Löwe, Büffel, Leopart bzw. Gepard und Nashorn) gesehen hatten, waren wir heute auf der Suche nach dem Leoparden. Ohne Erfolg kehrten wir zum Frühstück zurück. Nach dem “check-out” ging es ein letztes Mal zur Safari, diesmal mit Erfolg, denn eine männliche Giraffe positionierte vor der Kamera. Bevor es zum Mittagessen ging, haben wir dem toten Elefanten noch mal einen Besuch abgestattet.

Giraffe

Giraffe

Die Dauer war nicht sehr lang, denn mittlerweile stank der Elefant so immens, dass ein längerer Aufenthalt in der Nähe nicht möglich war. Die Geier saßen bereits zu Dutzenden auf und neben dem Kadaver und gönnten sich einen feinen Schmaus.

Aasgeier auf totem Elefant

Aasgeier auf totem Elefant

Unser “Schmaus” in Taita Hill endete mit Steaks und einem Salat. Von dort aus ging es nach Mombasa, wo wir noch drei Tage Strandurlaub genießen sollten. Die Fahrt dorthin war sehr heiß und staubig, obwohl die Straßen die wir benutzen zu 90 Prozent aus Teer und nicht mehr aus Schotter bestanden. Einen Zwischenstopp haben wir für Souvenir Shopping gemacht. Dort haben wir für die Daheimgebliebenen und den Eigenbedarf ein paar schöne Holztiere erstanden. Aufgrund der Unruhen im Land führte der Fahrer uns über einen anderen Weg zum Hotel als gedacht. In Mombasa selbst wurden alle Touristen in einem Konvoi durch die Innenstadt gebracht. Am Hotel angekommen erdrückte uns das feucht heiße Klima, welches bei 30° C und Sonne pur lag. Die Apartments dort waren ebenfalls, wie in Taita Hill, in kleinen runden Häusern gelegen.

Severin Lodge

Severin Lodge

Da wir noch ein wenig Zeit bis zum Abendessen hatten, konnten wir einer kleinen läuferischen Runde am Strand nicht widerstehen. :-) Barfuss und mit Sonnenbrille ging es los, dem Sonnenntergang, welcher bei 6:30 pm lag, entgegen. Ein großes Buffet erwartete uns, welches keinen Wunsch offen ließ. Anschließend haben wir noch einen kleinen Rundgang im Hotelbereich gemacht, bevor wir tot müde ins Bett gefallen sind.

Mittwoch, 02. Januar 2008

Am Vorabend hatten wir uns noch mit Andrea und Reimer zum Laufen verabredet. Start sollte um 7:00 am sein. Sehr schnell mussten wir feststellen, dass es doch etwas spät war, denn die Temperatur lag schon bei 27° C und die Sonne strahlte schon. Also legten wir den Start für die nächsten zwei Tage auf 6:30 am fest. Nach dem ausgiebigen Frühstück haben wir die Souvenirläden in der Hotelanlage inspiziert und haben uns mit Kleinigkeiten eingedeckt.

Strand an dem wir gelaufen sind

Strand an dem wir gelaufen sind

Um der Mittagshitze zu entgehen haben wir es vorgezogen ein kleines Nickerchen im klimatisierten Zimmer zu machen. Den Rest des Tages haben wir die Sonne auf den Liegen ausgenutzt. Eine zweite Dusche wurde auch fällig, bevor wir uns dem Dinner widmen konnten. Zu unserer Überraschung gab es kaum Buffet und stattdessen eine Menükarte. Später fanden wir heraus, dass die Lebensmittelbelieferungen eingestellt wurden. Ein Nachteil in der Exklusivität war es dennoch nicht. Auch diesen Abend hat es uns sehr schnell in die Kojen gezogen.

Unsere Koje

Unsere Koje

Donnerstag, 03. Januar 2008

Der Morgen hatte wieder mit einem lockeren Lauf am Strand begonnen, diesmal aber zu viert und mit weniger Sonneneinstrahlung. Der geplante Spaziergang am Strand nach dem Frühstück konnte erst einmal nicht stattfinden, weil wir in Erwägung zogen doch schon nach Nairobi zu fliegen. Zusammen mit ein paar Niederländern saßen wir in der Empfangshalle und warteten auf eine Stellungnahme der Hotelleitung. Diese empfahl uns im Hotel zu bleiben, welches ihrer Ansicht nach am sichersten war. So kamen wir dann doch zu unserem Spaziergang am Meer und erstanden noch ein kleines Geschenk für unsere Mutter. Der Rest des Tagesablaufes änderte sich nicht viel, außer dass wir nach dem Spaziergang direkt auf die Sonnenliegen gegangen sind. Leider mit fatalen Folgen, denn am frühen Abend mussten wir feststellen, dass uns die Sonne mehr zugesetzt hatte, als gedacht. Barbara musste am meisten Leiden, denn ihr Rücken war der röteste von uns Beiden. Zum Abendessen gab es wieder Menuü, welches wir wie am Vorabend ablehnten und uns am Buffet satt aßen. Da es der letzte Abend war, gönnten wir uns noch einen Cocktail in der Safari Bar.

Essenslounge

Essenslounge

Freitag, 04. Januar 2008

Ein letztes Mal Laufen stand an diesem Morgen auf dem Programm. Das Frühstück haben wir dann noch mal ausgiebig genossen, bevor wir erfuhren, dass wir das Gepäck noch bis zur Abreise 4:00 pm im Zimmer lassen konnten. Dies gewährte uns vorher noch mal eine kühle Dusche bevor es dann mit dem Bus nach Mombasa zum Flughafen ging. Den Rest des Vormittages haben wir angesichts des Sonnenbrandes im Schatten lesend verbracht, bis der Animateur kam und uns zur Wassergymnastik einlud. Kurzerhand haben wir uns dazu entschlossen mitzumachen und standen keine 10 Minuten später im Pool und taten dem Animateur gleich.

Wassergymnastik

Wassergymnastik

Als Zeitvertreib bis zur Abreise, war dies eine gute Möglichkeit die Zeit totzuschlagen. “Ausgepowert” kamen wir zu unserem Schattenliegeplatz zurück und haben noch ein kleines Nickerchen bis zur Abreise gemacht. Eine kleine Dusche hat uns die nochmalige Frische gegeben bevor der Bus uns zum Flughafen gebracht hat. Begleitet wurden wir von zwei bewaffneten Personen des Polizeidienstes. Am Flughafen angekommen, begann das Prozedere des “Check-In”, welches länger dauerte als auf dem Hinflug. Nach dem wir den Warteraum des Flughafens erlangt hatten, hieß es noch mal lesen oder MP3 hören.

Warten am Flughafen in Mombasa

Warten am Flughafen in Mombasa

Pünktlich um 7:30 pm hoben wir ab nach Nairobi. Dort ging alles sehr schnell, zum Glück brauchten wir uns nicht um das Gepäck zu kümmern, welches direkt nach Köln transportiert werden sollte. Nach Passieren der Ausreisestelle erfuhren wir, dass unser Flug von Nairobi nicht direkt nach Amsterdam gehen sollte. Denn die Fluggesellschaft KLM ließ ihre Mitarbeiter zu dem Zeitpunkt nicht in Nairobi übernachten, welches zur Folge hatte, dass wir einen Zwischenstopp in Darasalam (Tansania) nehmen mussten. Dort wurde die Crew ausgetauscht und es ging weiter nach Amsterdam.

Samstag, 05. Januar 2008

Nach einer guten Stunde Aufenthalt in Tansania ging es endlich weiter nach Amsterdam. Mit Schlafen, ein wenig lesen und Musik hören verging die Zeit doch recht schnell, so dass wir im Morgengrauen pünktlich um 8:10 am in Amsterdam gelandet sind. Ein Bus brachte uns vom Flugzeug zur Halle, welche wir ganz durchqueren mussten, um zu unserem Abreisegate zu gelangen. Wie auf dem Hinweg brachte uns eine kleinere Maschine von KLM nach Köln, wo wir herzlich Empfangen wurden. Der Aufenthalt in Amsterdam war leider zu kurz, so dass unser Gepäck nicht nachkam. So sind wir ohne Reisetaschen den Weg nach Wissen angetreten. Das Gepäck sollte am Sonntag ausgeliefert werden, denn der nächste Flug von Amsterdam nach Köln war erst am Abend gegen 10:00 pm. Ein bisschen fröstelnd, denn der Temperaturunterschied von fast 30° C war deutlich spürbar, kamen wir zur Mittagszeit an. Ein Saunagang am Abend heizte uns ordentlich ein. Mit ein paar Salzstangen, worauf wir zwei Wochen verzichten mussten, und noch ein paar Lebkuchen, die eigentlich für die Sternsinger sein sollten, versüßten wir uns den Abend und fielen gesund und munter in unser eigenes Bett und schliefen am nächsten Tag bis mittags. :-)
Weitere Bilder folgen in Kürze.

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