Barbara in Sucre

Meine erste Woche in Sucre (So 18.07. bis Fr 23.07.2010)

Wie habe ich diesen Freitag (17. Juli) ersehnt. Noch einen halben Tag arbeiten und dann endlich Urlaub – für drei Wochen. Ich freute mich riesig, schließlich hatte ich seit Weihnachten keinen richtigen Urlaub mehr gehabt. Außerdem war die Hitzewelle gerade unerträglich für mich. Ich hatte sogar in den letzten zwei Wochen im Keller übernachtet, da es um die 30 Grad in meiner Wohnung war! Ferner würde es auch der letzte gemeinsame Urlaub mit Katharina sein, bevor sie im September nach Australien/Neuseeland geht.

Zwar ging mein Flieger erst abends um 19 Uhr, doch ich musste noch meine Tasche zu ende packen. Außerdem wollte ich die Wohnung in einem geputzten Zustand hinterlassen. Mucki, mein Arbeitskollege, fuhr mich gegen 16:30 Uhr zum Düsseldorfer Flughafen. Vielen Dank dafür noch mal. :)

Verzögerung beim Abflug mit Vehrzehrgutschein

Da bei großen Distanzflügen, mit unterschiedlichen Fluglinien, ein Online-Check-In nicht möglich ist, musste ich mich in die Warteschlange vor dem Iberia Schalter einreihen. Als ich an der Reihe war, teilte man mir mit, dass der Abflug sich um 1,5 Stunden verzögern wird. Na super! Ein toller Urlaubsbeginn. So konnte ich mir wenigstens noch in Ruhe ein Buch für die lange Flugzeit kaufen.

Bis zum endgültigen Abflug vergingen aber noch locker zwei Stunden. Der Verzehrgutschein von acht Euro als kleine Entschädigung änderte auch nichts daran, dass ich und weitere Mitreisende in Madrid im Laufschritt zum Gate für den Weiterflug nach Lima rennen musste. Glücklich war ich als ich auf dem mir zugewiesenen Sitz (Fensterplatz) Platz nehmen konnte. So konnte ich noch mit verfolgen, wie Gepäckstücke verladen wurden. Meins hatte ich zwar nicht gesehen, aber die Wahrscheinlichkeit, dass es trotzdem eingeladen wurde, bestand ja noch. Mit etwas Verspätung hob der Flieger um kurz nach Mitternacht ab.

Ankunft in La Paz

Nach einem relativ ruhigen Flug landete die Maschine pünktlich in Lima, wo der Tag gerade erst begann. Bis zum Weiterflug nach La Paz hatte ich jetzt noch vier Stunden Zeit, die ich liegend, lesend und schlafend verbrachte. Die noch vor mir liegenden viereinhalb Flugstunden verlängerten sich im Endeffekt auf fast sechs Stunden, da bei der Zwischenlandung in Santa Cruz de la Sierra die Aufenthaltsdauer fast eine Stunde betrug. Mit dieser Verspätung landete ich in La Paz (El Alto), wo man schon auf mich wartete. Edwin, ein Bekannter von meinem Onkel Georg und ein Freund von Edwin (Alejandro + Patricia) holten mich ab.

Als hätte ich es mir schon gedacht. Mein Gepäck war (natürlich) nicht dabei. Binnen einer Stunden haben wir es dann geschafft alles zu regeln wie weiter zu verfahren ist und wo und wann ich mein Gepäck bekomme. Mittlerweile war es auch schon dunkel geworden in La Paz und die Fahrt zu meiner Unterkunft (Hostal La Posada de la Abuela Obdulia) in der Innenstadt war sehr nebelig.

Ankunft im Hostel

Gegen halb acht erreichte ich endlich das Hostal. Konnte duschen, sogar mit gut warmem Wasser und begab mich ohne Umwege auf die Suche nach einem passenden Restaurant, das ich schnell im gebäudeinternen Hostal gefunden hatte. Eine Pizzeria, wo ich innerhalb meines Urlaubs nicht nur einmal war. ;) Eine Portion Pasta wäre jetzt das richtige gewesen, aber als ich um halb neun dort auftauchte gab es nur noch Pizzas. Die Wahl viel auf eine vegetarische Pizza mit zusätzlichem Schinken. Nach dem guten Mahl ging es auch schon wieder zurück zum Zimmer und ins Bett. Draußen goss es wie aus Kübeln und ich dachte nur die armen Verkaufsstände…

Plötzlich ging das Telefon. Ich nahm den Hörer ab und hörte erst mal nichts. Also legte ich wieder auf. Doch das Ding wollte keine Ruhe geben. So legte ich den Hörer neben das Telefon. Kurze Zeit später klopfte es an meiner Tür. Die Frau von der Rezeption meinte, dass ein Anruf für mich in der Leitung sei. Stürmte in mein Zimmer und legte den von mir daneben gelegten Hörer wieder aufs Telefon und verschwand wieder. Es klingelte wieder. Ich nahm ab und hatte Georg und dann Katharina am Apparat. Ich erklärte ihr dass alles Gut sei und sie sich keine Gedanken machen sollten über das Gepäck, das sollte ja schon morgen laut LAN kommen. Danach habe ich noch etwas in meinem neuen Buch gelesen, wo ich noch nicht zugekommen war und machte bald das Licht aus.

Stadtführung in La Paz

Nächster Tag ein Sonntag. Die Sonne schien und meine Stimmung war gut. Schließlich hatte ich mich um neun mit Alejandro und Patrizia zu einer privaten Stadtführung verabredet. :)

Pünktlich um neun stand ich Abmarsch fertig vor dem Eingang des Hostals und wer ließ auf sich warten? Alejandro und Patrizia. Dass die Uhren hier auch etwas langsamer ticken, habe ich nicht gewusst. Daher kann ich es ihnen auch im nach hinein nicht verübeln.

Bis zu meinem Weiterflug nach Sucre hatten wir gut drei Stunden Zeit. Zuerst waren wir in der San Francisco Kirche, deren Ursprung 1549 begann. Eine sehr schöne Kirche. Anschließend sind wir über den Sonntagsmarkt, wofür ein Teil der Hauptstraße gesperrt wurde, gegangen. Da dieser noch im Aufbau war, sind wir erst einmal was essen gegangen. Schließlich war es ja schon 10:30 Uhr. Da ein Bolivianer täglich sechs Mahlzeiten zu sich nimmt, laut Alejandro, muss man früh genug damit anfangen. Im Brosso bestellte ich mir vorerst nur einen frisch gepressten Maracuja-Saft. Die anderen beiden bestellten Salteñas. Das sind gefüllte Teigtaschen mit Rindsfleisch/Hühnchenfleisch, Kartoffeln, Erbsen, (Olivien) und Aji. Die Kunst liegt in der Zubereitung und dem Essen. Bei der Zubereitung die Suppe im Teig so zu verpacken das sie beim Backen nicht ausläuft und beim Essen die Flüssigkeit nicht heraus läuft. Ich habe es probiert und war doch sehr angetan. Einfach lecker. Und so schlecht habe ich mich beim Essen auch nicht angestellt. :P

Anschließend haben wir uns ein paar Tänze angesehen bevor es zum Mittagessen ging. Hier wählte ich bewusst ein Restaurant mit nationalen Spezialitäten. Wenn ich schon mal da bin, dann möchte ich auch was Hiesiges probieren. Unser Weg führte uns über eine gelbe Brücke von der der Illimani gut zu sehen ist. Als zweite Spezialität gab es an diesem Tag Chicharrón (gekochtes Schweinefleisch mit Schwarte) mit Kartoffeln und dicken Maiskörnern, die ich schon von Ecuador her kannte. Mein Appetit war zu diesem Zeitpunkt noch nicht so groß, gerade auch weil ich vor knapp zwei Stunden erst das Salteña gegessen hatte, schaffte ich nur das Fleisch, das sehr salzhaltig war.

Abflug nach Sucre

Danach ging es mit einem Truffi zum Flughafen. Angekommen fragten wir nach meinem Gepäck. Doch die Maschine war noch nicht da. Zum Glück hatte mein Flug etwas Verspätung, so dass ich den Flug aus Lima abpassen konnte. Leider ohne Erfolg. So musste ich ohne Hauptgepäck weiterreisen.

AeroSur beim Start

AeroSur beim Start

So langsam aber sicher näherte ich mich dem Ende meiner Hinreise. An Board der Fluggesellschaft gab es noch ein kleines Sandwich, um die Flugzeit von einer knappen Stunde zu verkürzen. Der Flug an sich war etwas achterbahnmäßig, aber ich bin gut und sicher in Sucre gelandet, wo ich auch schon sehnsüchtig von meiner Familie (Peter, Yossy, Katharina und Georg) erwartet wurde, die von der Verspätung schon gehört hatten.

Katharinas Sichtweise
Es stürmte am Flughafen so stark, dass ein größeres Reklameschild umgeworfen wurde. Yossy hatte große Bedenken, dass Barbaras Flieger nicht landen könne. Die Info von einer Bekannten, welche allerdings 25 Jahre alt war, dass bei Sturm kein Flugzeug landen kann, bereitete ihr große Sorgen. Der Flughafen von Sucre muss irgendeine Änderung durchgeführt haben, denn zur angegebenen Ankunftszeit landete das Flugzeug. Barbara stieg fröhlich aus und winkte uns vom Rollfeld aus zu. Da sie ja kein Gepäck bei sich hatte, konnten wir schnell nach Hause fahren.

Nach der herzlichen Begrüßung ging es in Georgs Jeep zum Haus in die Avenida las Americas. Dort hatte sich eine Menschentraube entwickelt, die zum Empfang gekommen war. Mein Bett für die nächsten vier Nächte war mit in Katharinas Zimmer. Der Abend war schnell da und ich war froh die lange Anreise nach Sucre endlich geschafft zu haben und schlief in der ersten Nacht doch relativ gut, trotz des Pfeifenmannes. ;)

Erster Tag in Sucre

Den ersten Morgen (Montag) in neuer Umgebung nutzte ich direkt zum Ausschlafen. Nach einem gemütlichen Frühstück machten wir uns auf den Weg in die Stadt und meine Begleiter zeigten mir die schönsten Plätze von Sucre. Als wir alle unsere Erledigungen, Flüge nach La Paz buchen, Markt gucken, Post gehen gemacht hatten, ging es wieder nach Hause. Das Warten auf meine Tasche hat uns einiges an Zeit und Nerven gekostet. Wie ich später erfuhr hatte Peter bereits vor meinem Eintreffen Kontakt mit unserem Bergführer Augusto aufgenommen, um ihm von dem Vorfall zu berichten. Sollte ein nicht rechtzeitiges Ankommen der Tasche eintreten, so benötigte ich Ersatz. Er versicherte uns, dass es kein Problem sei in La Paz entsprechendes Equipment zu leihen. Mit diesem Wissen konnten wir etwas ruhiger an die Sache herangehen. Eigene Ausrüstung ist in der Regel immer besser als Geliehenes. Dieser Umstand beschäftigte mich natürlich in den folgenden Tagen und drückte etwas meine Stimmung.

Plaza in SucreCampesino Markt

Besuch in Poconas

Zur Abwechslung stand am Dienstag ein Besuch in Poconas an. Poconas ist das Kinderheim, in dem wir zur Welt gekommen sind und auch die ersten Monate verbrachten. Schwester Rita, gebürtige Niederländerin, deutschsprachig und Leiterin des Heims, machte eine komplette Führung. Sie zeigte uns die Bettchen in der Säuglingsstation, in denen wir gelegen hatten und die Spielräume der Kinder. Ihr machte es genauso viel Freude wie uns. Stolz zeigte sie uns den Neuanbau, der noch mehr Platz zum Spielen und für die Schwestern ein Wohnbereich bieten sollte. Abgerundet wurde diese Führung mit der Besichtigung des Innenhofes, auf dem alle Kinder, verschiedener Altersgruppen miteinander spielten. Der Besuch war sehr bedeutsam für uns und hat uns die ein oder andere offene Fragen beantwortet. Am Abend erfuhren wir, dass die Reisetasche voraussichtlich am nächsten Tag in Sucre eintreffen sollte. Nach drei langen Tagen des Wartens, ich hatte ja nur die Klamotten vom Flugtag und einen kompletten Satz Ersatzklamotten, war ich dann doch gespannt auf den Mittwoch.

Mein Tasche kommt

Ein Ausschlafen am Mittwoch kam nicht in Frage, denn das Flugzeug mit der Tasche sollte ja bereits um 10:30 Uhr landen. Das tat es dann auch, sogar mit Tasche! :) Vom Balkon des Flughafens konnten wir erkennen, dass die rote Tasche mit ausgeladen wurde. Nach einer persönlichen Abholung von mir, durften wir die Tasche mit nach Hause nehmen. Für den Nachmittag hatten wir einen Besuch im Café Berlin geplant, wo auch das Konsulat ist.

Ich, Luisina und Katharina

Ich, Luisina und Katharina

Zum Abschluss der drei wunderschönen Wochen sind wir abends im Hotel Kolping essen gewesen. Barbara und ich rundeten die turbulente Woche mit einem bolivianischen Nationalgericht ab. Wir bestellten “Pollo picante”, also scharfes Hühnchen. Ganz so scharf wie befürchtet war es dann doch nicht. Die Gewürzmischung war ein wenig gewöhnungsbedürftig. In Bolivien gehören Kartoffeln zu (fast) jedem Gericht dazu, so gab es als Beilage zwei unterschiedliche Sorten Kartoffeln und etwas Reis. Wir essen beide nicht so gerne Kartoffeln und haben uns so mit dem Reis begnügt. Probiert haben wir die Spezialitäten dennoch, aber ohne neues Geschmackserlebnis. Kartoffel eben!

Ausflug nach Potosi

Am letzten Tag (Donnerstag) wollten wir noch mal los ins Kari Kari Gebirge bei Potosí, das auf alle Fälle eine späte Heimkehr garantierte. Am Freitag sollte es für uns, Peter, Katharina und mich, schon wieder nach La Paz zurück gehen, allerdings zum geliebten Bergsteigen.

Zurück zur Tour nach Potosí. Wir bestellten unser Taxi diesmal schon für 05:00 Uhr, so dass wir nach unserer Rechnung spätestens um 05:30 Uhr wegkommen sollten. So war es dann auch. Zu siebt (Peter, Yossy, Georg, Johannes, Saskia und wir beide) saßen wir im Bus und nickten alle abwechselnd noch mal ein. Der Fahrer war derselbe wie auch zwei Wochen zuvor. Er war also entsprechend informiert, was die Fahrweise anging. Meine Tante Carmen hatte nämlich bei der Bestellung des Taxis gesagt, dass der Fahrer anständig fahren müsse, da sich ansonsten die “Señora” übergeben müsse. Die Fahrweise der Taxifahrer in Bolivien kann nämlich unter Umständen sehr riskant sein. Denn Rennen untereinander gehören ab und an dazu, egal ob Touristen oder Einheimische an Board sind. Natürlich gibt es auch Ausnahmen, wie Harry zum Beispiel, unser Fahrer der Uyuni Tour.

Wanderung in den Kari Kari

Die Wanderung in den Kari Kari fing genauso an wie beim letzten Mal von Katharina. Das Taxi ließ uns an der Tranquer Cerro Rico aussteigen und dort trennten sich unsere Wege. Yossy, Johannes und Saskia gingen zum Cerro Rico, Peter, Georg und wir beide gingen ins höhere Gebirge. Um den anderen auch etwas Neues zu bieten wählte ich den “gemütlicheren” Anstieg, was mir in Bezug auf die Akklimatisation auch besser erschien. Zwar hatte ich in den letzten drei Wochen vor meinem Urlaub ein Höhentraining absolviert, doch leider schien es mir nicht so geholfen zu haben. Ok, durch den Umstand meiner Tasche ergab sich leider kein früherer Zeitpunkt um in die “Berge” zu gehen. So lag zwischen dem letzten Höhentraining und dem ersten bergsteigerischen Kontakt eine Woche, was wohl im Endeffekt zu lange auseinander liegt.

Georg und KaBaBei der Pause

Die Suche nach dem höchsten Berg in dieser Gruppe, konnten wir allerdings nicht genau beenden. Unser Ziel war dann ein Joch, was auf ca. 4.791 m lag. Trotz meines langsamen Tempos bekam ich mit dem Gewinn von Höhe mehr Kopfschmerzen, trotz der Einnahme von den kleinen Weißen. So beschlossen wir “nur” noch die “8″ (4.800 m) zu erreichen, um dann umzukehren. Vor der Rückkehr jedoch machten wir windgeschützt unser Mittagspäuschen und genossen den schönen Ausblick. Der Rückweg zog sich dann noch mal ordentlich und wir (Barbara und ich) mussten auf die Trinkvorräte von Peter zurückgreifen, da die eigenen schon längst aufgebraucht waren. Die letzen Meter mussten wir sogar auf der Straße gehen, bevor wir an unserem Ausgangspunkt ankamen.

Auf dem Rückweg

Auf dem Rückweg

Rückfahrt nach Sucre

Mit dem Taxi fuhren wir nach Potosí zur Plaza zurück, wo in der Nähe das Café Candelaria ist. Bis zum Eintreffen des Taxis hatten wir noch genügend Zeit um etwas zu essen und zu trinken. Wie nicht anders zu erwarten, kam das Taxi natürlich später. Nach dem Georg unserem Fahrer, über seine an den Tag gelegte Fahrweise, ordentlich die Meinung sagte, fuhr dieser langsamer und wir kamen nach mehr als drei Stunden Fahrt wohlbehalten in Sucre an. Frisch geduscht suchten wir sehr schnell das Bett auf, da der Flieger am nächsten Tag bereits um 11:25 Uhr gehen sollte. Vorher stand noch Tasche packen auf dem Programm.

Abschied und Rückkehr nach La Paz

Der Freitagmorgen fing recht früh an. Um 08:30 Uhr waren wir dann so weit, so dass wir noch ein gutes Frühstück zu uns nehmen konnten. Begleitet wurden wir von Georg, Luiggi und Yossy. Der Abschied von unserer Tante war traurig, da es voraussichtlich wieder drei Jahre dauern wird bevor wir sie wiedersehen. Als weitere Fahrerin der vielen Taschen und Rucksäcke war Marta gesetzt. Sie fährt einen größeren Wagen, wo schließlich alle Gepäckstücke platzen fanden.

Einstieg ins Flugzeug

Einstieg ins Flugzeug

Der Flug nach La Paz verlief einwandfrei und ohne Komplikationen. In El Alto holte uns Augusto sogar ab. Augusto, aus Peru stammend, war unser Bergführer für die letzten beiden Wochen. Peter hatte schon einige andere Touren mit ihm gemacht und war von seinen Leistungen sehr angetan und ausgesprochen zufrieden. Ein Garant für (fast) ALLES! ;)

Vorstellung der Crew

Im Hotel angekommen, stellte er uns auch gleich sein Team vor, die uns bei den geplanten Touren, begleiten sollten. Drei junge Peruaner und Augusto’s Schüler. Dies waren zwei angehende Bergführer Hector und Darwin, sowie die Köchin Yesenia. Augusto informierte uns über die weitere Vorgehensweise und den Ablauf der Akklimatisierungstouren in der Cordillera Real (Condoriri Gruppe). Der Start dazu sollte bereits Samstag erfolgen.

Danach gingen wir drei in die Stadt, um uns einen Cappuccino und Kuchen zu gönnen. Abends gab es ein Willkommensessen im Restaurant Tranquera (Hotel Camino Real) in der Südstadt. Dort bestellten wir uns ein leckeres Argentinisches Rumpsteak und ein Llama Steak. Es war ausgesprochen lecker, aber noch besser war, dass wir das Buffett mitbenutzen durften. Dort gab es wahlweise als Vorspeise eine Suppe, oder Salate (Nudelsalat, frisches Gemüse). Für die Hauptgerichte Reis, gebackene Kartoffeln und Bananen. Als Nachtisch konnte zwischen Obstsalat und diversen Kuchen u.a. auch der in Lateinamerika beliebte Flan (Karamelpudding) wählen. Bei den Salaten war Vorsicht geboten, denn die europäischen Mägen sind nicht so resistent, wie die bolivianischen. Daher kam nur geschältes oder gekochtes Obst bzw. Gemüse in Frage.

Zurück im Hotel packten wir die noch die Taschen und Rucksäcke für die erste dreitägige Tour. Danach gingen wir in unsere Schlafsäcke, da eine Benutzung der vorhandenen Bettwäsche aus Hygienegründen nicht in Frage kam. Es war nicht dreckig, aber im eigenen Schlafsack schläft es sich gewöhnlich besser! :)

Mein Fazit der ersten Woche in Sucre

Leider wurde sie durch den Verlust meiner Reisetasche nicht so ganz entspannend für mich, wie ich mir das vorgestellt habe. Daher habe ich vielleicht auch viele Dinge nicht so wahrgenommen wie ich es unter anderen Umständen gemacht hätte. Das bestärkt mich auf jeden Fall darin in der Zukunft, ohne ein festen Termin zu nennen, noch einmal wieder zu kommen.

Teil 3: “Touren in der Condoriri Gruppe

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