Sucre, Uyuni und Co

Nuestra primero viaje de Bolivia 2010

Unsere Exkursion ins Heimatland Bolivien und den bergsteigerischen Zielen “Huayna Potosi und Illimani” vom 04.07.2010 bis 10.08.2010

Anreise (So 04.07. bis Di 06.07.2010)

Unser Taxi zum Frankfurter Flughafen kam pünktlich um 14:00 Uhr. Damit brach die erste Hektik aus, denn der Strom und das Wasser mussten noch abgestellt werden. In der Zwischenzeit halfen mein Bruder und ich unserem Fahrer bei der Beladung von 11 Gepäckstücken (Taschen, Rucksäcken und Koffern). Am Flughafen hatten wir nach dem Einchecken noch etwas Zeit um einen kleinen Imbiss zu uns zu nehmen. In der Mainmetropole ging es pünktlich los, was für ein guter Auftakt. In Madrid jedoch, bekannt als der “schlimmste” Flughafen Europas, wurde der gute Auftakt etwas getrübt. Aus welchen Gründen auch immer, verschob sich unser Abflug, über den großen Teich, um eine gute Stunde.

Ach so, wir, das sind meine Eltern Yossy und Peter, mein Bruder Johannes mit Freundin Saskia und natürlich ich. Barbara konnte firmenbedingt nicht die vollen fünf Wochen dabei sein und kam zwei Wochen später nachgereist. Im großen Flieger nach Lima hatte ich eine sehr nette Sitznachbarin, die mit mir bereitwillig ihren Gangplatz gegen meinen Fensterplatz eintauschte. Denn bei 11 Stunden Flug wollte ich mir die Möglichkeit bewahren, aufstehen zu können wann ich wollte ohne irgendwen zu stören. Nach einem guten “Dinner” konnte ich halbwegs durchschlafen und war etwas enttäuscht als wir morgens (Montag) in einem verschleierten Lima landeten. Der Flughafen von Lima ist direkt am Meer gelegen. Bei Sonnenschein sicherlich ein schöner Anblick, aber so!?! Naja! Nach dem das Frühstück im Flugzeug nicht das Beste war, gingen wir erst einmal richtig im Flughafen frühstücken. Wir hatten ja erst 06:00 Uhr. Nun stand uns noch ein fünfstündiger Aufenthalt bevor, den ich mit lesen und Musik hören verbrachte. Mittags ging es dann weiter nach La Paz / El Alto, dem höchsten internationalen Flughafen der Welt. El Alto liegt auf stolzen 4.000 m, wo die Luft angefangen hat dünn zu werden. Dort wurden wir sehr herzlich von meinem Onkel Georg und Mary empfangen. Mary hatte ein Taxi organisiert, welches uns zu unserem Hotel brachte.

Hostal La Posada de la Abuela Obdulia

Im Hostal La Posada de la Abuela Obdulia, das im Touristenviertel von La Paz angesiedelt ist, haben wir den ersten Stadtbummel gemacht und uns an einem Pizzaimbiss (Eli’s) verköstigt. Die Stadt ist zwar tiefer gelegen als der Flughafen selbst, aber dennoch auf guten 3.800 m. Der Weg dorthin war sehr ungewohnt; die vielen Abgase durch Automaßen, das Menschen Gedränge, die dünnere Luft, mein leicht erhöhter Puls und meine Magenschmerzen vom langen Flug. Alles Faktoren die meinen ersten Eindruck etwas getrübt haben. Frisch geduscht ging ich von den ganzen Eindrücken nach dem Abendessen ins Bett.

Am nächsten Tag (Dienstag) sollten wir um 6:15 Uhr vom Taxi abgeholt werden, das uns zum Weiterflug nach Sucre an den Flughafen El Alto bringen sollte. Das Taxi kam um 6:45 Uhr, die Uhren scheinen hier irgendwie anders zu gehen. Das mussten wir noch öfters feststellen. Was pünktlich funktionierte war der Abflug von La Paz nach Cochabamba, ein Zwischenstopp auf dem Weg zum Hauptziel. Angekommen in Sucre wurden wir erneut herzlich begrüßt, diesmal von Georg’s Familie.

Avenida las AmericasGeorgs Haus

Beziehen der neuen Zimmer

Wir bekamen zuerst unsere Zimmer gezeigt und dann gab es Mittagessen. Eine Hühnersuppe mit Nudeln, Hähnchen, Reis und Kartoffeln und als Nachtisch ein kleines Eis aus der hauseigenen Eisdiele. Danach hatten wir direkt die Möglichkeit in die Stadt zu gehen. Zusammen mit Peter, Georg und Luiggi (Tochter von Georg) zog ich los. Wir erkundigten uns direkt bei zwei Reisebüro’s über eine mögliche Tour zum Salzsee (Salar de Uyuni), der in den ersten zwei Wochen stattfinden sollte. Nach einem Abstecher zum Kloster la Recoleta, dort hat man einen fantastischen Ausblick auf Sucre, sind wir wieder mit dem Taxi nach Hause. In der Familie wird ausschließlich spanisch gesprochen, so hatte ich meine Mühe überhaupt etwas zu verstehen. Meine erworbenen Kenntnisse sind nicht mehr die Besten, zu mal ich vorher keinen Blick mehr in meine Bücher geworfen hatte. Dies hat sich aber über die lange Zeit gebessert, so dass ich zum Schluss das meiste verstanden habe und einige Antworten geben konnte.

Die ersten paar Tage in Sucre (Mi 07.07. bis Mo 12.07.2010)

Sucre liegt nicht so hoch wie La Paz und ist mit seinen rund 2.800 m sehr human, auch für mich. ;) Am Ende des Urlaubes wollten wir (Barbara und ich) den Illimani (6.462 m), der Hausberg von La Paz, besteigen. Dazu ist eine Akklimatisation unabkömmlich! Aus den vergangenen Jahren wissen wir, dass wir beide für eine Akklimatisierung länger als andere Menschen benötigen. Die erste Tour für Peter, Georg, Johannes, Saskia und mich ging auf den nahe gelegenen Satelittenberg (Sicka Sicka), der auf ca. 3.100 m liegt. Johannes und Saskia konnten uns letztendlich nicht ganz bis oben begleiten und entschieden sich für einen früheren Abstieg. Kurz vor dem Gipfel mussten wir uns noch mit dicken Steinen bewaffnen, da uns ein Einheimischer mitteilte, dass dort bissige Hunde sein. Die Steine kamen glücklicherweise nicht zum Einsatz. Wir waren schon wieder in der ersten Serpentine, als die Hunde auf einmal bellend auf dem Plateau erschienen. Der Tag endete mit einem gemütlichen Zusammensitzen im Esszimmer.

Wanderung zu den sicka sickaBlick auf El Alto

Geburtstadt Sucre

Am nächsten Morgen (Donnerstag) schaute ich mir zusammen mit Peter und Georg die Stadt, meine Geburtsstätte, etwas genauer an. Georg bot uns immer Unterstützung bei unseren Unternehmungen. Allein der Sprache wegen, denn als Gringo wird man sonst sehr schnell bei Einkäufen über das Ohr gehauen! ;) Der Campesino Markt war sehr facettenreich und nach Branchen sortiert. Säumten in der einen Straße die Handwerker, Textilverkäufer oder Haushaltswaren den Rand, so fand man zwei Straßen weiter, die Gemüse- und Obsthändler, sowie Cocaverkäufer, Bücherverkäufer, CD Verkäufer, Schreibwaren, Süßigkeiten und jede Menge mehr. Abends packten wir den Rucksack für den nächsten Tag, denn da sollte es nach Potosi in die Minenstadt gehen. Im Mittelalter war Potosi einst die reichste Stadt der Welt gewesen, sogar noch vor Paris.

Ausflug nach Potosi

Unsere Familie teilte sich in drei Gruppen. Die erste wollte zu den Minen am Cerro Rico, die zweite in die Kari Kari Gebirgskette zum Wandern und die letzte einen Stadttag in Potosi. Früh morgens um 06:00 Uhr kam endlich das Taxi, was eigentlich für 05:30 Uhr bestellt war. Aber wie schon am Anfang erwähnt, liegt das an den anderen Uhren hier in Bolivien. Die haben mit der deutschen Pünktlichkeit überhaupt nichts zu tun. Zweieinhalb Stunden später kamen wir in Potosi in der Nähe der Plaza an und unsere Gruppen ging getrennte Wege. Johannes und Saskia nahmen den Bus zur Mine, während Peter, Georg und ich das nächste Taxi zur Tranquer nahmen, um eine weitere Bergtour zu starten. Yossy zog es vor in Potosi zu bleiben und sich dort einen schönen Tag zu machen und auf alle Wiederkehrer zu warten.

Blick auf PotosiCerro Rico

Die Minenbesichtiger kehrten vor uns Bergwanderern zurück, so dass wir die Letzten vor Anbruch der Dunkelheit waren. Wie vereinbart trafen wir uns am Reisebüro, an dem Johannes und Saskia morgens abgeholt wurden. Beim Eintreffen kam Yossy total vermummt auf uns zu. Sofort berichtete sie uns von ihrem kleinen Sturz. Sie hatte einen Treppenabsatz nicht gesehen und war diesen heruntergefallen. Das Resultat: ein blaues Auge, eine kaputte Brille, ein aufgeschlagenes Knie und eine Schürfwunde an der Nase. Zum Glück ging nichts ins Auge! Der Rest sollte von selbst heilen und für die Brille war auch Ersatz in Sucre vorhanden. Das Warten auf das Taxi ließ die Kälte ordentlich in uns hoch kriechen. Da hatte das beheizte Taxi eine erlösende Wirkung. Die abendliche Rückfahrt dauerte dann etwa drei Stunden, bei der der Fahrer fast die ganze Zeit über Coca kaute. Der Geruch war fast unerträglich und ich war froh als wir wieder daheim in Sucre waren.

LamasWandern in den Kari Kari

Die darauf folgenden Tage (Samstag bis Montag) haben wir in Sucre verbracht und die Tour zum Salzsee (Salar de Uyuni) gebucht. Allerdings erlebten wir ein 10-kleine-Negerlein-Spiel, denn aus den geplanten sechs Personen blieben nur noch drei Personen übrig, die die Reise am Dienstag antraten.

Tour Uyuni – Villa Mar – Laguna Colorada – Laguna Verde – Lincancabur (Di 13.07. bis Sa 17.07.2010)

Diese Tour, bis auf die Besteigung des Vulkan Lincancabur (5.916 m), hatten Yossy, Peter und Johannes schon vor fünf Jahren gemacht. Damals hatten sich alle drei eine Magen-Darm-Grippe zugezogen. Davon ließ ich mich aber nicht beirren und freute mich auf die Unternehmung.

Der Jeep sollte uns um 09:00 Uhr abholen, das dieser nicht pünktlich kam, war für mich keine Überraschung. Unser Guide Harry war nicht nur unpünktlich, was letztendlich nicht seine Schuld war, nein, der Jeep musste vorher noch repariert werden. So kam es, das wir erst um 11:00 Uhr in See stechen konnten.

Unser Jeep (Georg und ich)

Unser Jeep (Georg und ich)

Fahrt nach Uyuni

Ziel für diesen Tag (Dienstag) war Uyuni, das um die sechs Autostunden von Sucre entfernt liegt. Bis nach Potosi kannte ich den Weg schon, welcher auch geteert war. Von dort aus ging es noch eine Stunde über Teer, bevor wir auf eine Schotterpiste wechseln mussten. Der Weg dorthin ist an und für sich sehr schön und zeigt die wunderbaren, bergigen Weiten Boliviens. Aber wenn man über dem Motor sitzt und die Füße jedes Mal anfangen zu “dampfen”, so bald es berghoch geht, ist die tolle Aussicht auch nicht mehr so toll. Abends um 19:00 Uhr kamen wir in Uyuni an. Von außen und in der Dunkelheit, wirkte es wie eine verlassene Westernstadt. Es ist kalt! Sehr kalt!! Selbst im Hotelzimmer konnte ich ohne meinen Schlafsack keine angenehme Wärme erzielen. Beim Abendessen erläuterte Harry uns die weitere Tour für Mittwoch. Zu unserem Entsetzen stimmte diese nicht mit der besprochenen aus dem Reisebüro überein. Er erklärte uns, dass die Entfernungen zwischen der geplanten Route einfach zu groß sein um diese an einem Tag zu machen. Zusammen fanden wir dann die bestmögliche Route, mit fast allen Zielen und Sehenswürdigkeiten, die innerhalb eines Tages möglich waren.

Salar UyuniIn den Kakteen

Isla Pescada

Zum Frühstück mussten wir das Hotel verlassen, denn unseres hatte keines im Angebot. Eine Straßenecke weiter boten sich mehrere Möglichkeiten, die wir nutzten. Doch dauerte es eine halbe Ewigkeit, bis der Tee und der Kaffee auf dem Tisch standen. Selbst die Brötchen mit Marmelade ließen sich Zeit. Das einzig gute war, das ich vorher noch mal heiß, ja HEISS, geduscht hatte. :) Um 09:15 Uhr kam Harry angefahren, um uns zum Salzsee abzuholen. Der “Salar de Uyuni” hat die größte Salzfläche der Welt (ca. 160 km Länge und 135 km Breite). Zum Mittagessen legten wir einen Stopp auf der “Isla Pescada” ein. Doch bevor Harry ein leckeres Essen organisiert hatte, konnten wir einen Rundgang über die Insel machen. Die Sonne strahlte von allen Seiten. Nicht nur vom höchsten Punkt der Insel bekamen wir eine tolle Aussicht, nein auch auf der weiteren Überfahrt. Kurz vor 18:00 Uhr kamen wir in Villa Mar, dem besagten Nest für Magen-Darm-Erkrankungen, an. Das Abendessen war von Harry für 20:30 Uhr geplant, so dass wir vorher noch genügend Freizeit hatten. Diese Zeit wollte Peter nutzen um Bilder vom eta Carinae Nebel zu machen. Erst machte uns ein LKW ein Strich durch die Rechnung. Nach einem Standortwechsel, weiter weg vom LKW, war der Wind derjenige, der den Fotoapparat nicht ruhig arbeiten lies. Also brachen wir diese Operation ab. Georg und mir kam das verdammt noch mal sehr entgegen, denn wir hatten so kalte Füße und Hände bekommen, die ohne zusätzliche Wärme nicht mehr aufgetaut wären. Im Hostal, ein anderes wie beim letzten Besuch, hatten die Inhaber as vorhandene Öfchen angeheizt. Die Hände reibend stand ich davor und holte das Leben in meine klammen Flossen zurück. Nach dem guten Abendessen, bei dem ich drei Teller Spaghetti verdrückte, sind wir recht schnell in die warmen Schlafsäcke gekrochen.

Eta Carinae NebelWärmen am Ofen

Laguna Colorada

Der Donnerstag begann ähnlich wie der Mittwoch, allerdings bereitete uns diesmal Harry das Frühstück zu. Als erstes ging es weiter zur Laguna Colorada, wo wir eigentlich viele frei lebende Flamingos erwartet hatten. Die Kälte hat sie verschwinden lassen, so dass wir nur einige wenige zu Gesicht bekamen. Um die Mittagszeit waren wir bei den Geysiren, wo es ordentlich nach faulen Eiern stank! Außerdem wurde ich von einem der Geysire leicht angespuckt. :( Der starke Wind, wenn nicht sogar Sturm sorgte dafür, dass ein “künstlicher” Geysir optisch nicht nach oben schoss, sondern einen Knick in der Optik hatte. Nach dem irren Naturerlebnis brachte Harry uns zu den heißen Quellen. Viele Mutige, die sich eine Erkältung einfangen wollten, nutzten das für Touristen eingerichtete Thermalbad. Meine Hand sagte mir, dass es wohl sehr warm sein müsste, schätzungsweise um die 30° C. Eigentlich ein Traum zum Baden & Relaxen. Doch mein Verstand schaltete sich schnell wieder ein, nach dem ich feststellte, dass ich ja mit dicker Daunenjacke am Rand stand. Bei einer Außentemperatur um den Gefrierpunkt und dem starke Wind zögerte ich keine Sekunde, ein Bad kam für mich nicht in Frage! Mittlerweile gab es bei den warmen Quellen auch ein Restaurant, wo wir unser Lunch hatten. Danach ging es weiter zur Laguna Verde, welches unser Ausgangsziel für den Lincancabur werden sollte. In der Hütte, welche sich im Ausbau befand, war es kalt um nicht zu sagen – arschkalt! Der Temperaturanzeiger von Peter’s Uhr zeigte -2° C an. Es blieb uns nichts anderes übrig als die Zeit vor dem Abendessen im warmen Schlafsack zu verbringen. Die Nacht sollte eh kurz werden, da der Abmarsch für den nächsten Tag auf 03:00 Uhr festgelegt wurde. Unser Dinner war durchwachsen, was die Temperatur anging, die Würstchen, die Spiegeleier und die Kartoffeln waren so gut wie kalt. Der Gurken / Tomatensalat sowieso, das einzige was warm war, war der Reis. Bei dem ich mich ordentlich bediente. :)

Baden in den heißen Quellen

Baden in den heißen Quellen

Lincancabur

Wecken mussten wir uns Freitag früh selbst, was kein großes Hindernis darstellte. Zum Frühstück gab es lauwarmen Tee bzw. Kaffee mit ein paar Keksen und dann ging die Warterei los. Um 03:25 Uhr teilte uns der Bergführer mit, dass es Probleme mit dem Jeep gäbe. Der wollte nämlich nicht anspringen -> Diesel! Nach fast einer Stunde hatten sie es geschafft, mit Hilfe von Harry den Wagen ans Laufen zu bringen. Noch vor Sonnenaufgang standen wir am Fuße des Vulkans zum Abmarsch bereit. Je höher wir kamen desto kräftiger stürmte der Wind. Das Gelände war anfänglich Blockgestein wurde aber zunehmend kleiner. Auf ca. 5.500 m Höhe beschlossen wir die Umkehr, denn einen Schritt vor und zwei zurück waren kein effektives Vorankommen mehr!. Es ist nicht der erste Berg ohne Barbara, an dem ich umkehren musste. Huse scheint wohl doch magische Kräfte zu haben. ;) Tja, jetzt fragt ihr euch natürlich wer ist Huse!? Huse ist unser Glücksbringer und ein Stofftier, wobei er das gar nicht gerne hört. Eine Mischung aus Hund und Hase, ein Huse eben. Als wir um 12:30 Uhr an der Hütte ankamen stürmte es dort sogar noch heftiger als am Vulkan. Unser Bergführer entschuldigte sich noch tausendmal, dass er uns nicht an die Spitze bringen konnte. Aber es stand ja nicht in seiner Macht und aus Sicherheitsgründen hatten wir die richtige Entscheidung getroffen.

Rückzug nach Uyuni

Zusammen mit Harry beschlossen wir unsere “Flucht” nach Uyuni. Auf der Fahrt dorthin erlebten wir einen gewaltigen Sandsturm und waren froh uns frühzeitig aus der Affäre gezogen zu haben. Dank einer guten und relativ zügigen Fahrt erreichten wir Uyuni abends um 20:30 Uhr, immerhin lag die Stadt zwei Tagestouren zurück. Nach dem ich aus der heißen Dusche und dem beheizten Duschraum kam, entschloss sich Peter auch dazu ein solches zu nehmen. Der ganze Staub hatte nämlich seine Spuren hinterlassen. Durch den überraschenden Sandsturm zogen wir unsere Rückreise nach Sucre vor, was mir ganz entgegen kam. Barbara sollte ja am Sonntag (18.07.2010) in Sucre landen und somit konnte auch ich sie am Flughafen in Empfang nehmen.

LincancaburSandsturm

Rückfahrt nach Sucre

Die Rückfahrt von Uyuni nach Sucre an sich war vom Wetter sehr ungewöhnlich, gerade für diese Jahreszeit. Es war kalt, bewölkt, sehr windig und sogar ab Potosi regnerisch. In Sucre war alles fast wie weggeblasen, zumindest was den Regen anging. Das gefühlte Hoch hielt nicht lange an, denn am Abend wurde uns mitgeteilt, dass Barbara’s Gepäck verloren gegangen war. :( Am späten Abend konnte ich sie telefonisch im Hotell erreichen und erfuhr, dass es ihr ansonsten gut ging. Zufrieden ging ich ins Bett zum Lesen.

Teil 2: “Barbaras erste Woche in Bolivien

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