Nach einer „guten“ Nacht saßen wir um 7.30 Uhr wieder am Frühstückstisch. Aber bei so einem vielfältigen Buffet macht man das doch gerne. Ich möchte besonders den selbstgebackenen Apfelkuchen hervorheben! Es war der Beste den ich in Peru gegessen habe.
Bis zur Abfahrt (9.30 Uhr) blieb uns noch Zeit um die Taschen für den 5-tägigen Zeltaufenthalt zu packen und um nochmals in der Stadt finanzielle Dinge zu erledigen.
Wie schon am Vortag war unsere Crew sehr pünktlich, zu unserer Verwunderung, eine viertel Stunde früher als ausgemacht. Die Busfahrt, diesmal in einem Mini Van, dauerte nur 90 Minuten bis zu unserem Ausgangspunkt Collon (3.800m). Dort wurde unser gesamtes Gepäck, samt Verpflegung, Küchenutensilien, Gasflaschen, etc. auf die Esel verladen.
Vor uns lag ein längerer Marsch, was ich zu diesem Zeitpunkt nicht wusste. Ich war von einem kürzen Weg ausgegangen. Es waren etwa 12 Kilometer mit einem Höhenunterschied von guten 500 Metern. Zusammen mit Ilda bildete ich die „Nachhut“. Noch vor der Mittagspause verschlechterte sich mein Wohlbefinden. Netterweise wartete man auf uns beim National Park Eingang. Zu Mittag gab es einen Hühnchensalat mit Karotten, Bohnen und einer Art von Mais. Dazu ein halbes Ei und Brötchen. Nach dieser Stärkung ging es mir auch wieder besser, das aber nicht allzu lange anhielt. Eine weitere Stunde war vergangen und es ging nicht mehr. Mein Kopf brummte. Ich nahm eine Ibuprofen (australisches Produkt) Dosis und setzte meinen Weg langsam fort. Endlich um 17.30 Uhr erreichte ich das Basecamp mit Ilda. Neben den Kopfschmerzen gesellte sich auf den letzten Metern noch die Übelkeit hinzu. War das Höhentraining doch umsonst?
Nach dem Tee „Coca de Maté“ verkroch ich mich erst mal ins Zelt. Kat hatte dieses Prozedere schon hinter sich. Ihr erging es an den ersten Tagen ihrer Ankunft genauso. Zum Abendessen ging es mir schon um einiges besser und ich konnte von dem leckeren Mahl etwas zu mir nehmen. Vorspeise war eine Gemüsesuppe, als Hauptgang gab es gebratenen Fisch mit selbstgemachten Pommes an einer Pilzsauce. Abgerundet wurde das erste Zeltessen mit zwei Scheiben Dosenananas. Um 21 Uhr lagen wir dann auch schon in unseren Schlafsäcken.
Mit dem erscheinen der Sonne auf dem Zeltplatz begann auch unserer Morgen. Zum Frühstück ging es weiter, wie in einem Hotel: Porridge, Rührei, Brötchen, Müsli, Marmelade, Kaffe, Schokolade, Tee, alles was das Herz begehrt. Für diesen Tag (Mittwoch) stand nur eine kleinere Tour an, aufgrund des Vortages. Um kurz nach 10 Uhr machten wir uns auf den Weg zum Ziel: einer Moräne auf 4.650m. Dort kurze Pause inkl. Fotoshooting. Abstieg und Ankunft gegen Mittag am Zeltplatz. Hier erwartete uns ein warmes Mittagessen: Hühnchen mit Gemüse-Sauce, süßen Kartoffeln, Eiern und Brötchen. Den Rest des Tages verbrachten wir ausruhend im Zelt zu.
Das verfrühte Abendessen um 18 Uhr sagt einem Bergsteiger schon alles.
Richtig, am nächsten Tag geht es „höher“ hinaus. Juan, unser Koch, zauberte mal wieder was Leckeres! Sonnenuntergang ist in Peru bereits zwischen 18 und 18.30 Uhr, so dass ab dann eine Stirnlampe angebracht ist um vom Essenszelt ins Schlafzelt zu kommen. Dort lagen wir dann auch schon um 19.30 Uhr.
Die Weckrufe kamen gegen 1 Uhr. Ein kleines Frühstück und schon waren wir zum Abmarsch zum Ishinca-Gipfelsturm (5.530m) bereit. Im Schein unserer Stirnlampen ging es zunächst die ersten vier Stunden durch die Dunkelheit über Wiesenstücke, Geröll und Felssteine bis zum Gletschereinstieg. Die ersten Höhenmeter auf dem Gletscher waren auch weiterhin im Dunkeln. Nach weiteren vier Stunden standen wir auf dem „cumbre“ Ishinca. Der Gipfel lud nicht zu einer längeren Verweildauer ein, da er mit seinen drei Quadratmetern nicht sehr viel Platz bietet. So ging es nach einigen Erinnerungsbildern schon wieder abwärts. Der Abstiegsweg war zum Glück ein anderer, so dass wir relativ schnell vom Gletscher waren und bereits am frühen Nachmittag am Zeltplatz. Zum Glück hatte ich keine Kopfschmerzen mehr. Die Akklimatisation schien zu funktionieren. Zur Stärkung bekamen wir ein zweites Mittagessen. Die Stunden bis zum Abend füllten wir mit relaxen und schlafen aus. Schade, dass man zum Essen wieder aus dem warmen Schlafsack musste… Aber für so ein Menü macht man doch einiges: Nudelsuppe, gegrilltes Hähnchen gefüllt mit Gemüse und Kartoffelpüree.
Was folgt nach einem Gipfeltag? Genau, ein freier Tag. Doch so frei war der Tag doch nicht. In Mitte von Bergen bietet sich hervorragend das Klettern an. Gesagt getan. Nach dem Frühstück: Wie könnte ein Morgen in den Bergen besser starten als mit einem Pfannkuchen?! Zudem gab es Brötchen mit Honig. Hatten wir letztes Jahr in Bolivien „nur“ einen kleinen Honigbären, gab es dieses Mal ein Pott. Nur für Kat. ![]()
Zusammen mit Ilda zogen Kat und ich los, um unsere aus Zeitmangel eingeschlafenen Kletterkenntnisse wieder zu erwecken. Da es weit und breit keine „einfacheren“ Routen gab, mussten wir mit den existierenden Vorlieb nehmen. Puh, das war gar nicht so einfach bzw. teilweise unmöglich für uns. Aber Spaß hatten wir trotzdem. Zum Mittagessen waren wieder am Camp zurück. Der Nachmittag wurde mit Lesen und Spielen verbracht.
Zwei Stunden nach dem Abendmahl lagen wir auch schon wieder im kuscheligen Schlafsack.
Während der Nacht hatte es geschneit, was wir am Morgen gut sehen konnten. Schlechte Voraussetzungen für das geplante Vorhaben: Aufstieg zum Hochlager am Tocllaraju (6.034m). Die Wartezeit bis zur Entscheidung, spätestens 14 Uhr, nutzen wir zum „Schneehasen“ bauen, Schneeballschlacht und Packen der Klamotten für den Fall des Aufbruchs. Doch leider verbesserte sich die Wetterlage nicht wirklich. Wir mussten eine Wahl treffen. Entweder Aufstieg zum Hochlager mit geringen Chancen für den Gipfelsturm in der kommenden Nacht oder die Chance auf einen anderen Berg – die Urus (5.450m) zu steigen, wenn das Wetter über die Nacht nicht noch schlechter werden sollte. Wir entschieden uns für die zweite Variante. So endete der Tag mal wieder mit Ruhe und Musik hören. Relativ zeitnah nach der „Tea time“ gab es auch schon das Dinner: Erbsensuppe, Pasta und Obstsalat.
Der angekündigte Weckruf in der Früh blieb leider aus. So war klar, das Wetter hatte sich nicht verbessert. Das leckere Omelette und das überbackene Toast halfen nur wenig über die Enttäuschung hinweg. Nun gut, es gab ja noch die Chance des Chopicalqui.
Augusto verließ mit unserem Frühstück schon das Basecamp, um eine zusätzliche Nacht im Hotel für uns zu reservieren und einen Bus zu ordern. Dafür musste er an eine bestimmte Stelle, wo er Empfang für sein Handy hatte. In den Bergen ist meist kein Signal vorhanden. Mit Ilda verließen wir das Camp um 10 Uhr und erreichten Collon drei Stunden später.
Weitere eineinhalb Stunden später bezogen wir unsere Zimmer im Hotel und gingen anschließend in die Stadt zum Shopping und Kaffee trinken. Hier wurde das Café Andino unser „Stammcafé“ für die Zeit in Huaraz. Zum Abendessen suchten wir uns das „La Prazza“ aus, wo Kat schon mal war. Die bestellten Fleischgerichte waren ok. Aber irgendwie noch nicht das wo ich sagen würde: „Wow!“.
Teil 4: Cebollapampa – Llanganuco Valley
Hola Babs
en tu página personal has mostrado muy bien tus capacidades. a mí me gusto mucho y la parece muy profesional! Congratulación!
yossy
Hi Barbara,
ich warte schon gespannt auf den nächsten Bericht Eurer Andentour! Huse zeigt auf seinem Höhenmesser 6400 und noch nen paar Meter mehr;-)
LG aus Burbach, Martin
Hi Sweety!
Well done! I love it.
looking forward to the following reports.
HuK
Greetings from sunny Broome. It’s 31 degree up here.